Autos kollidieren am Kreuz Meckenheim

Zwei Schwerverletzte bei Unfall auf der A61

Mehrere Fahrzeuge waren an dem schweren Unfall auf der A61beteiligt.

Mehrere Fahrzeuge waren an dem schweren Unfall auf der A61beteiligt.

Grafschaft. Sechs Fahrzeuge sind am Freitagmittag auf der A61 in Richtung Köln kollidiert. Zwei Personen wurden bei dem Unfall schwer verletzt, es bildete sich ein kilometerlanger Stau.

Zu einem Auffahrunfall, an dem sechs Pkw aus Holland, Belgien und Deutschland beteiligt waren, kam es am Freitag auf der A 61 in Fahrtrichtung Köln. Bilanz: zwei Schwerverletzte, vier schrottreife Fahrzeuge, ein Schaden in sechsstelliger Höhe und ein langer Stau, der durch abgeleitete Pkw und Lkw auch die Grafschafter Dörfer lahm legte.

Mit einem Großaufgebot von sieben Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften rückte nach Alarmierung um 12.27 Uhr der Ahrweiler Löschzug auf die A 61 aus. An dem Auffahrunfall, der nach Einschätzung von Bad Neuenahr-Ahrweilers Stadtwehrleiter Marcus Mandt nicht der Witterung geschuldet war, waren sechs Autos beteiligt.

Zwei Schwerverletzte

Zwei Personen wurden bei der Karambolage nahe des Parkplatzes Swistbach schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzt, zum Glück war keiner der Verletzten eingeklemmt. Beide Fahrer kamen, so Einsatzleiter Mandt, nach Versorgung durch den Rettungsdienst stationär ins Bad Neuenahrer Krankenhaus.

Der Kollision vorausgegangen war ein Unfall, dadurch befanden sich Trümmerteile auf der Fahrbahn, die dann den Folgeunfall auslösten, so die Pressestelle der Polizei Köln. Die bisherigen Ermittlungen des Verkehrskommissariates 2 ergaben folgenden Ablauf: Zunächst fuhr ein 80-jähriger Skoda-Fahrer auf einen vorausfahrenden 68-jährigen VW-Golf-Fahrer auf. Beide verloren die Kontrolle über ihre Autos und schleuderten über die Fahrbahnen. Der Golf kollidierte mit der Leitplanke und rammte dann einen Mercedes Benz, an dessen Steuer ein 54-Jähriger saß.

Kritik an fehlerhafte Rettungsgasse

Ein Nissan (Fahrer 20 Jahre alt), ein BMW (Fahrer 57 Jahre alt) sowie der Ford eines 55-Jährigen stießen zusammen, als die Pkw-Führer stark bremsten, um dem Trümmerfeld auszuweichen. Verletzt wurden, so die Polizei, der Fahrer des Nissan und des Golf. Die anderen Unfallbeteiligten kamen mit dem Schrecken davon.

Die Autobahn musste für die Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie die Unfallaufnahme in Fahrtrichtung Köln voll gesperrt werden, das Verkehrsunfall-Aufnahmeteam der Kölner Polizei war vor Ort. Für Kritik sorgte erneut eine nicht gebildete beziehungsweise zu enge Rettungsgasse. Selbst einige Polizeibeamte kamen nicht weiter und setzten die letzten 300 Meter zum Unfallort zu Fuß fort. Der Verkehr, der sich auf der A 61 über mehrere Kilometer staute, wurde über die Grafschaft abgeleitet, so dass auch in den Dörfern streckenweise nichts mehr ging.