Innovationspark Grafschaft-Ringen

Schrottanhänger beschäftigt Ordnungsamt

Gegenstand des Ärgers: Keiner weiß derzeit, wem der seit Monaten im Innovationspark abgestellte Lkw-Auflieger gehört.

Gegenstand des Ärgers: Keiner weiß derzeit, wem der seit Monaten im Innovationspark abgestellte Lkw-Auflieger gehört.

RINGEN. Ein offenbar herrenloser, mit Schrott und Altreifen beladener Lkw-Auflieger rostet seit Monaten im Innovationspark Grafschaft-Ringen vor sich hin. Der Fall beschäftigt das Ordnungsamt.

Der Standstreifen nahe des Haribo-Werks im Innovationspark der Grafschaft wird nicht nur von parkenden Lastwagen vor allem in den Abendstunden gerne und oft – verbotenerweise – stark frequentiert (der GA berichtete). Er dient vielmehr mittlerweile auch als Schrottplatz.

Seit einigen Monaten ist dort ein alter Auflieger mit der Werbung eines weltweit bekannten Getränkeherstellers auf der Plane abgestellt. Das Kennzeichen wurde abmontiert. Im April fiel der lange Anhänger dem Ordnungsamt der Gemeinde auf, das eine „Aufforderung zur Entfernung mit Termin 24. April“ an dem Fahrzeug anbrachte. Es passierte aber seither nichts. Der offenkundig herrenlose Auflieger rostet im Innovationspark weiter vor sich hin.

Auf dem Hänger ist freundlicherweise ein Zettel mit der angeblichen Telefonnummer des Besitzers angebracht – eine in Köln registrierte Handynummer. Der Inhaber dieser Anschlusses will allerdings mit dem Auflieger absolut nichts zu tun haben. „Ich wüsste gerne, wer mir diesen merkwürdigen Streich gespielt hat“, so der Mann im Gespräch mit dem General-Anzeiger. Der Fall beschäftigt somit weiter das Grafschafter Ordnungsamt.

Der Inhalt enspricht seinem Äußeren

Dort ist man bemüht, den tatsächlichen Eigentümer des Aufliegers, der übrigens mit Schrott und Altreifen beladen ist, ausfindig zu machen. Bedeutet: Der Inhalt des Wagens entspricht seinem Äußeren. Allerdings ist das Fahrzeug in Deutschland nicht registriert.

Hinweise soll nun die Fahrzeug-Identitätsnummer bringen, die noch gut lesbar zu sehen ist. Hergestellt wurde der Auflieger bei einem Fahrzeugbauer in Bad Marienberg. „Wir werden jetzt versuchen, die Kette vom Produzenten des Aufliegers bis zu seinem letzten Besitzer zu erstellen“, erklärt Edgar Schwanz vom Ordnungsamt.

Gelingt das nicht, wird der Auflieger wohl auf Kosten der Gemeinde entfernt und verschrottet werden müssen. Das ist jedoch gar nicht so einfach, wurden doch auch etliche Muttern an den Felgen entfernt. Der Auflieger muss demnach wohl auf einen Tieflader gehoben und abtransportiert werden. Die Kosten für die aufwendige Entsorgung belaufen sich nach Schätzungen der Gemeinde auf rund 4500 Euro.