"Tag des Hundes" in Gelsdorf

Schnuppertraining bei den „Flinken Pfoten“

Hund Nelli und sein „Herrchen“ haben sichtlich Spaß am Agility-Training.

Hund Nelli und sein „Herrchen“ haben sichtlich Spaß am Agility-Training.

GELSDORF. Die Hundesportfreunde gaben beim Tag der offenen Tür auf ihrem Gelände in Gelsdorf Einblicke in ihre Arbeit. Alle Rassen, vom Welpen bis zum Hundesenior, sind willkommen. Ziel des Trainings: ein positiver und ausgelasteter Familienhund.

Ein kleines Hundeparadies ist das Vereinsgelände der Hundesportfreunde (HSF) „Flinke Pfoten“ gegenüber der Gelsdorfer Mehrzweckhalle. Davon überzeugten sich zahlreiche Besucher beim Tag der offenen Tür anlässlich des bundesweiten „Tages des Hundes“. Die 60 Mitglieder um den Vorsitzenden Lutz Krake freuten sich über einen regen Zuspruch, doch im Mittelpunkt des Geschehens stand der „treueste Freund des Menschen“ auf vier Beinen.

Es gehe beim „Tag des Hundes“, der vom Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) alljährlich ausgerichtet wird, auch darum, den Menschen die besondere Bedeutung des Hundes in der Gesellschaft bewusst zu machen. „Kein Tier ist seit so langer Zeit und so eng mit der Kulturgeschichte des Menschen verbunden wie der Hund“, so Krake in seiner Begrüßungsansprache. Allein in Deutschland gebe es rund fünf Millionen Hunde aus 340 verschiedenen Rassen, damit zähle der Hund zu den beliebtesten Heimtieren in Deutschland nach der Katze.

Ohnehin seien die Fähigkeiten des Hundes beeindruckend, betonte der Vorsitzende. Sie riechen millionenfach besser als der Mensch, können sogar menschliche Emotionen erschnuppern. Hunde hören zudem wesentlich besser als der Mensch, nämlich viermal so gut, und können Geräuschquellen zudem auch noch ganz genau orten. „Dafür aktivieren sie ihre 17 verschiedenen Ohrmuskeln und stellen die Lauscher auf Empfang – das funktioniert auch bei Schlappohren“, so Krake.

Auch beim Sehen habe der Hund den Menschen einiges voraus mit einem größeren Gesichtsfeld und mehr „Bildern pro Sekunde“. „Darüber hinaus verfügen Hunde über einen sechsten Sinn, denn sie richten sich nach dem Magnetfeld der Erde aus“, wusste der HSF-Vorsitzende. So positioniere sich jeder Hund, unabhängig von der Rasse, in Nord-Süd-Richtung, wenn er sein Geschäft verrichte.

Die „Faszination Hund“ führe allerdings bei vielen Hundebesitzern und auch bei den Mitgliedern des Vereins dazu, dass die Wohnung stets verdreckt sei, der Freundeskreis sich deutlich reduziert habe und der Kleiderschrank fast ausschließlich aus wasserfester Hundebekleidung bestehe, scherzte Krake. Der Verein sei jedoch sehr dankbar, seit nunmehr vier Jahren in Gelsdorf sein 3000 Quadratmeter großes Vereinsgelände nutzen zu dürfen, das in drei verschiedene Bereiche abgeteilt ist. Damit können mehrere Gruppen gleichzeitig trainieren, was auch rege genutzt werde, denn der relativ kleine Verein sei durchaus stolz auf die Breite seines Angebotes. Neben dem Basistraining für den Grundgehorsam gibt es Agility, Turnierhundesport, die Funsportart Rally Obedience und seit neuestem das Man-Trailing, die Personensuche „mit der Nase“.

Vom Welpen bis zum Hundesenior und von klein bis groß sind hier alle Größen und Altersstufen ebenso willkommen wie alle Rassen, denn die „Flinken Pfoten“ haben Windhund und Mops ebenso in ihren Reihen wie Chihuahua und Labrador. Darüber hinaus gibt es verschiedene Leistungsstufen für Anfänger, Fortgeschrittene und „Profis“, sie alle werden von den neun vereinseigenen Trainern ihrem jeweiligen Können entsprechend ausgebildet. Neben den drei zertifizierten Hundetrainern stehen nämlich noch sechs Assistenztrainer zur Verfügung.

Die Trainer leiten die Gruppen nach dem Kleingruppenkonzept, wonach jeweils sechs Hund-Mensch-Teams zur optimalen Förderung eine Gruppe bilden. „Wir wollen den freundlichen, in jeder Situation gelassenen, positiven und ausgelasteten Familienhund“, erläuterte Krake die Idee der HSF. Das versuche man mit artgerechter Erziehung und Beschäftigung sowie mit positiver Verstärkung zu erreichen. Davon konnten sich die zahlreichen Besucher des „Tages der offenen Tür“ mit eigenen Augen überzeugen, und so mancher hatte auch seine eigenen Vierbeiner mit dabei, um das Angebot eines Schnuppertrainings vor Ort zu nutzen.