Bürgerinitiative

SPD Grafschaft lehnt Güllebecken ab

GRAFSCHAFT. Die Grafschafter SPD bleibt am Thema Gülle dran. Fraktionschef Hubert Münch hatte die Bürgerinitiative gegen den Bau des Güllebeckens bei Gelsdorf um Reinhold Hermann zu einem Meinungsaustausch ins Ringener Rathaus eingeladen. Mit dabei waren auch Lorenz Denn als Chef der SPD-Kreistagsfraktion und der Landtagsabgeordnete Marcel Hürter, umweltpolitischer Sprecher seiner Fraktion im Landtag.

Ziel der Veranstaltung war laut Udo Klein, Vorsitzender der Grafschafter Sozialdemokraten, den SPD-Politikern die Argumente der Bürgerinitiative gegen das geplante Güllebecken mit einem Fassungsvermögen von fünf Millionen Liter Gülle näher zu erläutern und "die Möglichkeiten abzuklopfen, wie von politischer Seite ein solches Vorhaben verhindert werden kann".

Günter Bach, der das Treffen angeregt hatte, berichtete über die klare Position der SPD Grafschaft, "die sich bereits sehr früh und eindeutig gegen das Güllebecken ausgesprochen hat". Ein gleich lautender Antrag zur Entscheidung sei im Gemeinderat noch anhängig.

Reinhold Hermann und seine Vorstandsmitglieder schilderten "die Ängste und Sorgen, die eine große Zahl von Grafschafter Bürgern mit einer Güllelagerung in dieser Dimension verbindet". Im Vordergrund stünden dabei vor allem Gesundheitsgefährdung durch die Gülle, Umweltschäden durch Überdüngung der Felder und Beeinträchtigungen der Anwohner durch die zu erwartenden Jauchetransporte. "In diesem Kontext betrachten wir auch die Genehmigung von Ställen zur Massentierhaltung in Esch mit großer Skepsis", so Reinhold Hermann in der Diskussion mit den Sozialdemokraten.

Über die Genehmigung des Güllebeckens muss der Kreis als zuständige Baubehörde entscheiden. Udo Klein: "Daher war die Anwesenheit der SPD-Kreistagsfraktion bei dem Treffen von besonderer Bedeutung."