Maifest im Juni

Junggesellen in Oeverich feiern Maikönigspaar

Das Maikönigspaar Lisa Passmann und Dennis Kayser werden beim Festumzug in der Kutsche durchs Dorf gefahren.

Das Maikönigspaar Lisa Passmann und Dennis Kayser werden beim Festumzug in der Kutsche durchs Dorf gefahren.

OEVERICH. Bei bestem Wetter konnte der Junggesellenverein in Oeverich seinen Maifestzug mit leichter Verspätung nachholen. Der ursprüngliche Termin musste wegen schlechten Wetters abgesagt werden.

Glück mit dem Wetter hatte der Junggesellenverein Oeverich-Niederich bei seinem Junggesellenfest. Nachdem der Maikirmes-Sonntag im vergangenen Jahr regelrecht ins Wasser gefallen war, strahlte diesmal die Sonne. Die 17 Junggesellen um ihren Präsidenten Philipp Hamacher waren voll und ganz in ihrem Element, als der traditionelle Festzug seine Runde durch den Ort drehte, musikalisch begleitet vom Fanfaren-Tambourcorps „Heimatklänge“ Bengen. Das Maikönigspaar Dennis Kayser und Lisa Passmann ließ sich dabei in der modernisierten Victoria-Kutsche von Markus Reven durch den Ort kutschieren, gezogen von den beiden Kaltblütern „Elise“ und „Laura“ und geführt von Jörg Reven.

Das Maikönigspaar war bereits in der Mainacht ermittelt worden, in deren Verlauf auch die Häuser der anderen ersteigerten Mailehen mit prächtigen Maien geschmückt worden waren. Dennis Kayser und Lisa Passmann standen natürlich auch im Mittelpunkt der Maikirmes, die in Oeverich stets mit starker Beteiligung des Schwesternortes Niederich gefeiert wird. Zu Start der Feiern zum 130-jährigen Bestehen des Junggesellenvereins hatte die Gruppe „Sidewalk“ im ausverkauften Festzelt einen großen Auftritt. Am Freitag luden die Junggesellen zur Disco mit Discjockey Jan Kattenbusch ein, Superstimmung gab es am Samstag im randvollen Zelt zur Musik der Brohltaler Partyband „Sky Bagg“. Dort wurde auch das neue Maikönigspaar offiziell vorgestellt.

Maifest: Frühschoppen vor der Messe

Der Festsonntag stellte wie in jedem Jahr den Höhepunkt der Amtszeit des Maikönigspaares dar. Wie immer ging es mit einem zünftigen Frühschoppen im Festzelt los, bevor Pfarrer Alexander Burg dort auch gleich die Messe zelebrierte. Beim Festzug am Nachmittag zeigten die Fähnriche Marc Klesing und Stefan Besseller ihr Können. Und natürlich war auch der Kirmesmann „Julius“ wieder mit von der Partie. Denn erneut hatte ein traditionsbewusster Freundeskreis mit Gert Röder, Karl-Heinz Sontag, Wolfgang Schäfer, Stefan Hermann, Peter Hoffmann und Fabian Schäfer diese alte Sitte fortbestehen lassen. Ausstaffiert mit Frack und Zylinder nebst Tulpe im Knopfloch wurde „Julius“ per Handwagen durch das Dorf kutschiert, ehe er seinen Platz an der Decke des Festzeltes fand. Dorthin ging es nämlich nach dem Umzug zurück, wo man zur Musik der Original Goldbach-Musikanten aus Kempenich den Festtag ausklingen ließ.

Rund um das Festzelt kamen auch die kleinen Kirmesgäste auf ihre Kosten an der Schießbude, beim Pfeilewerfen und Entenangeln, auf der Hüpfburg oder am Süßwarenstand. Der Kirmesmontag begann wie immer mit einem musikalischen Frühschoppen, der sich bis in die Abendstunden hineinzog. Beim Abschlussball wurde schließlich der Dorfmaibaum verlost, und Kirmesmann „Julius“ wurde zum Finale traditionell verbrannt.