Bedenken gegen Bau

Grafschafter CDU will Resolution gegen Güllebecken

Rund einhundert Gülle-Gegner zogen in Gelsdorf protestierend aufs Feld.

GRAFSCHAFT. Die örtlichen CDU-Vertreter in den Grafschafter Dörfern Eckendorf, Gelsdorf und Vettelhoven äußern Bedenken gegen den Bau eines Güllebeckens zwischen den drei Ortslagen. Der CDU-Gemeindeverband Grafschaft unterstützt eine Resolution, in der die Besorgnisse gegen das Vorhaben deutlich werden.

CDU-Vorsitzender Michael Schneider wendet sich daher gemeinsam mit Ortsvorsteher Andreas Ackermann (Gelsdorf), Josef Krupp (Eckendorf) sowie den Vettelhovener Ortsbeiratsmitgliedern Ludwig Weil und Herbert Bies an die Verfahrensbeteiligten.

Man beobachte die Planung eines Güllebeckens mit großer Sorge, so die CDU. Sie teile Befürchtungen der Bevölkerung hinsichtlich einer möglichen Geruchsbelästigung sowie zu befürchtenden Beeinträchtigungen durch Gülletransporte und den denkbaren Eintrag von Schadstoffen in den Boden.

Daher plädiert die Union für eine sehr sorgfältige Prüfung durch die Genehmigungsbehörde. Die Union fragt insbesondere, ob das Vorhaben nur einem, nämlich dem antragstellenden, landwirtschaftlichen Betrieb diente, oder weitergehende wirtschaftliche Ziele verfolgt würden.

Ein Appell richte sich auch an die heimische Landwirtschaft, bei Planungen wie einem Güllebecken besonders auf die Verträglichkeit des Vorhabens mit den Interessen der Allgemeinheit und der Wohnbevölkerung zu achten. Die geplante Dimension des aktuellen Vorhabens entspreche diesem Grundsatz des Interessenausgleichs nicht.

Insbesondere der Import von Gülle aus Niedersachsen oder den Niederlanden in die Grafschaft vertrage sich nach Auffassung der Initiatoren der Resolution "nicht mit den Prinzipien einer von uns gewollten regionalen und nachhaltigen Landwirtschaft, deren Ziel die Produktion gesunder Lebensmittel in unserer Gemeinde Grafschaft ist".