Gelsdorf, Lantershofen und Ringen

Grafschaft übernimmt Kirchen-Kitas

Im Kindergarten "Zauberwald" wird auch gerne gefeiert.

GRAFSCHAFT. Bereits im Jahr 2011 hat die Gemeinde Grafschaft den Kindergarten "Zauberwald" in Leimersdorf für mehr als eine Million Euro durch Renovierungs- und Erweiterungsmaßnahmen auf einen zeitgemäßen und bedarfsgerechten Stand gebracht.

Neben der Heizung, den Fenstern und Türen wurden unter anderem Mensa, Ruheraum, der Wickel- und Hygienebereich und die Toilettenanlagen neu- respektive umgebaut und alles umfassend renoviert.

Beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der gemeindlichen Einrichtung zeigten sich auch der Vorsitzende der CDU Grafschaft, Michael Schneider, und der CDU-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Thomas Schaaf bei einem Besuch: "Die Aufnahme von Klein- und Kleinstkindern entsprechend den gesetzlichen Forderungen beansprucht die gemeindlichen Finanzen ganz erheblich. Wenn man sich jedoch den Erfolg der Maßnahmen vor Augen führt und die Zufriedenheit der Elternschaft mit den gemeindlichen Einrichtungen anschaut, haben sich die Investitionen sehr gut gelohnt."

Michael Schneider, seines Zeichens auch Sprecher der CDU im Kreis Ahrweiler für "Jugend und Soziales" hebt hervor, dass die Gemeinde Grafschaft unter den Kommunen des Kreises bei der Umsetzung der modernen Betreuungsformen in den Kitas vorbildlich dastehe. Schneider ergänzend: "Wir stellen uns auch im Kita-Bereich in enger Abstimmung mit dem Kreis den Auswirkungen des gesellschaftlichen Wandels. Es wäre schön, wenn auch das Land - welches ja die inhaltlichen Vorgaben macht - endlich einmal für eine ausreichende Finanzausstattung der Kommunen sorgen würde."

90 Kindergartenplätze besitzt die Kindertagesstätte, die seit dem Um- und Ausbau ganztägig geführt wird. Leiterin Gerda Doll erläutert: "Von den 90 Plätzen sind 17 Plätze für Kinder unter drei Jahren (U3), zehn Plätze kann ich ab dem zweiten Lebensjahr vergeben. Von den 34 Ganztagsplätzen sind im Moment 32 belegt." Genehmigt durch das Jugendamt sind vier Gruppen, eine geöffnete Gruppe mit vier Zweijährigen, eine geöffnete Gruppe mit sechs Zweijährigen, eine Regelgruppe mit 25 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren und eine Gruppe "kleine Altersmischung" mit 15 Kindern im Alter von einem bis sechs Jahren, davon sieben Kinder im Alter von einem bis zwei Jahren.

Gerda Doll: "Entsprechend dem Alter der Kinder ist die Raumausstattung an die Bedürfnisse der Kinder angepasst. Die kleinsten Kinder werden mit dem Berliner Eingewöhnungsmodell langsam an die Gruppen gewöhnt. Jedes Kind hat einen Bezugserzieher als Ansprechpartner, der Entwicklungsgespräche führt und die Verantwortung für die Bildungsdokumentation der Kinder übernimmt." Wichtig sei, so Doll weiter, ein klar strukturierter Tagesablauf für die Kinder, der ihnen Halt und Sicherheit gebe.

Auch mit Günther Armbruster, Ratsmitglied und Vize-Ortsvorsteher von Leimersdorf ,sind sich Schneider und Fraktionschef Schaaf einig: "Die Kirche will ihre Kindergärten in Gelsdorf und Lantershofen abgeben. Mit der jetzt anstehenden Übernahme, dem Ausbau und der Renovierung dieser beiden bisher kirchlichen Kitas wollen wir für die gleichen hohen Standards wie in Leimersdorf und den anderen gemeindlichen Kitas sorgen."

Hierfür und auch für den Mensaanbau in den Grundschulen Gelsdorf und in der Kita Ringen habe der Gemeinderat im Haushalt 2014 bereits die finanziellen, millionenschweren Weichen gestellt. Michael Schneider weiter: "Wir freuen uns, wenn mit der Umsetzung der Planungen bald in allen gemeindlichen Kindergärten ein bedarfsgerechtes hohes pädagogisches und räumliches Niveau erreicht ist."