Bürgerinitiative in Grafschaft

Grüne warnen vor Überdüngung

GRAFSCHAFT. Die Grünen auf der Grafschaft haben Angst vor einer etwaigen Überdüngung der Felder. Nicht zuletzt deshalb sei das Vorhaben eines Gelsdorfer Landwirtes, ein fünf Millionen Liter fassendes Güllebecken zu bauen, mit Skepsis zu betrachten. Ungeachtet dessen sei es zu begrüßen, dass sich "so viele Menschen aus Gelsdorf und Umgebung gegen Massentierhaltung ausgesprochen haben", sagte Grünen-Sprecher Mathias Heeb.

Um in der Landwirtschaft einen entsprechenden Ertrag zu erwirtschaften, bedürfe es der Düngung des Bodens. Dies aber in Maßen. "Dass die Menschen sich gegen ein Güllebecken in dieser Größe wehren, ist nachvollziehbar. Der Gestank ist das eine Problem. Das andere sind die grundsätzlichen Folgen für die Böden und das Trinkwasser", so Heeb.

Grundlegendes müsse in diesem Zusammenhang angegangen werden. "Wie gehen wir mit Massentierhaltung um? Welchem Preisdruck sind die Landwirte ausgesetzt?", fragt Heeb. Mit Flurbereinigungen seien in der Vergangenheit Fehler gemacht worden. Es sei nicht in Ordnung, nun einen einzelnen Landwirt "zu stigmatisieren".

Die wegen des Güllebeckens gegründete Bürgerinitiative solle sich über die Zukunft der Landwirtschaft auf der Grafschaft Gedanken machen, fordert Heeb. "Viele sind hierhergezogen, weil sie auf dem Land wohnen wollen. Ich meine, da gehört auch die Landluft dazu - in Maßen", sagte der Sprecher der Grünen abschließend.