Neinver schließt Rahmenvereinbarung

FOC-Grundstücke alle gekauft

GRAFSCHAFT. FOC-Betreiber Neinver hat mit der Gemeinde Grafschaft eine Rahmenvereinbarung getroffen, in der nun das weitere Vorgehen zur Ansiedlung eines Factory Outlet Centers im Ringener Innovationspark festgeschrieben worden ist. Das vom Vorstand des Unternehmens erarbeitete Papier war zuvor vom Neinver-Aufsichtsrat genehmigt worden.

"Wir haben rechtlich alles fixiert, was in diesem Zusammenhang festzulegen ist", sagte Neinver-Direktor Sebastian Sommer auf Anfrage des General-Anzeigers. Er bestätigte, dass die erforderlichen Grundstücksankäufe entlang der Autobahn 61 weitgehend abgeschlossen sind. Sommer: "Wir haben nun so viele Grundstücke, wie wir brauchen. Allerdings versuchen wir, noch ein wenig mehr Gelände zu erwerben. Wir arbeiten unter Hochdruck, um das Projekt nun zügig umzusetzen."

Wie berichtet, wurde das für den Grafschafter FOC-Bau gegründete Joint Venture zwischen Neinver und der MAB Development, ein Tochterunternehmen der niederländischen Rabo Real Estate Group, aufgelöst, da MAB sich aus strategischen Gründen grundsätzlich aus dem Entwicklungsgeschäft für gewerbliche Immobilien zurückgezogen hat. Die MAB-Anteile hatte Neinver in voller Höhe übernommen.

Sommer hofft nun, schon bald das planungsrechtliche Verfahren einleiten zu können. So gilt es zunächst, den Flächennutzungsplan zu ändern, damit ein FOC realisiert werden kann. Hierfür ist eine Zustimmung des Landes erforderlich.

In diesem Verfahren werden auch noch einmal die Nachbarkommunen, wie beispielsweise die Kreisstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, zu Gehör kommen. Die Kreisstadt gilt als Nahversorgungs-Mittelzentum und fürchtet beim Bau eines FOC um seinen Einzelhandel. In einem Ratsbeschluss hatte sich die Stadt bereits gegen ein Outlet-Center ausgesprochen.

Derweil bewertet Neinver die Entwicklungsmöglichkeiten im Innovationspark weiterhin sehr positiv. Nicht zuletzt die Haribo-Ansiedlung habe den FOC-Betreiber darin bestärkt, mit großem Elan an den Outlet-Plänen festzuhalten.

Und Sommer weiter: "Der Standort ist ideal. Die gesamte Region, insbesondere übrigens die Kreisstadt, werden von dem Projekt profitieren."