Sankt Petrus in Nierendorf

Bistum Trier gibt grünes Licht für Kirchensanierung

Eine alte Motivkarte erinnert an die Einweihung der Kirche. Sie stammt aus dem Archiv des Nierendorfer Heimat- und Bürgervereins.

NIERENDORF. Eine im Wortsinn "frohe Botschaft" gab es in der Festmesse am zweiten Feiertag für die Nierendorfer in Sankt Petrus in Ketten. Denn im Gottesdienst gab Pfarrer Alexander Burg bekannt, dass die dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen an der Kirche im neuen Jahr in Angriff genommen werden.

Burg, der seit August 2012 leitender Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Grafschaft ist: "Aller Voraussicht nach wird noch vor Ostern mit den Arbeiten begonnen." Er versprach auch, dass zum nächsten Weihnachtsfest die Kirche dann im neuen Glanz erstrahlen werde.

Seit vielen Jahren warten die Nierendorfer schon auf die Renovierung der Kirche. Viele Spenden konnten für dieses Projekt schon zurückgelegt werden, und der Verkauf des Pfarrhauses war eine weitere Voraussetzung, die notwendigen Mittel bereitzustellen. Jetzt kam grünes Licht vom Bistum. Der Heimat- und Bürgerverein Nierendorf freut sich sehr über die Nachricht. "Die Nierendorfer Kirche ist nicht nur Gotteshaus, sie prägt das Bild des Dorfes", sagte Udo Klein als Vorsitzender des Vereins.

Der Erhalt der Kirche als Mittelpunkt des Ortes sei vielen Bürgern eine Herzensangelegenheit. Denn der Bau der Kirche wie auch des Pfarrhauses sei Ende des 19. Jahrhunderts erst durch "die freiwilligen Beiträge, Geschenke, den persönlichen Arbeitseinsatz der Nierendorfer Bürger und durch Spenden auswärtiger Wohltäter ermöglicht" worden, zitierte Klein aus der Nierendorfer Chronik. Es sei also eine reine Bürgerfinanzierung ohne Gemeinde- und Kirchenbeitrag gewesen. "Darauf sind die Nierendorfer zu Recht stolz", unterstrich Klein.

Lehrer Franz Ellerbrock sei die treibende Kraft für den Neubau der Kirche gewesen. 1897 habe das Bistum Trier die Genehmigung für den Bau erteilt. Am 25. Mai 1898 wurde der Grundstein gelegt. Im September 1899 wurde die Kirche feierlich eingeweiht. Trotz neuer Kirche war Nierendorf übrigens nie eine eigenständige Pfarrei, obwohl es 64 Jahre lang einen eignen Priester für das Dorf gab.