Planung für mehr Verkehrssicherheit

Zukunft zweier Kreisel in Ahrweiler ungewiss

Gefährliche Kreuzung: Das „Deutsche Eck“ von Bengen aus gesehen. Die Entscheidung, ob dort ein Kreisel gebaut werden soll, soll nach einem Ortstermin der Unfallkommission des Kreises gefällt werden.

Gefährliche Kreuzung: Das „Deutsche Eck“ von Bengen aus gesehen. Die Entscheidung, ob dort ein Kreisel gebaut werden soll, soll nach einem Ortstermin der Unfallkommission des Kreises gefällt werden.

KREIS AHRWEILER. Wie es mit den Planungen für Kreisverkehre am „Deutschen Eck“ und bei Esch im Kreis Ahrweiler weitergeht, entscheidet sich frühestens im August. Beschlossen sind hingegen Maßnahmen an der K3, K23 und Wirftbachbrücke.

Die Verkehrsunfallkommission für den Kreis Ahrweiler wird sich im August erneut mit der Kreuzung „Deutsches Eck“ bei Kirchdaun befassen. Das hat Bernd Cornely, Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Cochem-Koblenz, am Montag dem Kreis- und Umweltausschuss in seiner letzten Sitzung der Wahlperiode zugesagt. Ein Wunsch, der seit Jahren an den LBM herangetragen wird, um an der unfallträchtigen Kreuzung für mehr Sicherheit zu sorgen.

Beim „Deutschen Eck“ handelt es sich um die Einmündung der Kreisstraße 39 aus Kirchdaun in die Landesstraße 80 zwischen Gimmigen und Nierendorf. Bereits 2015 hatten sich die Ortsvorsteher von Gimmigen, Kirchdaun, Bengen und Nierendorf an den Kreis gewandt und auf die Dringlichkeit eines Kreisels hingewiesen.

Wie Cornely dem Ausschuss mitteilte, habe der LBM die Kreuzung im Blick, doch sie sei trotz Unfällen kein Schwerpunkt. Deshalb werde der LBM vor weiteren Schritten den Ortstermin der Unfallkommission im August abwarten.

Grundstückseigentümer wollen nicht verkaufen

Abwarten heißt es auch für den angedachten Kreisel an der gefährlichen Einmündung in die B257 von Esch aus kommend in Höhe Haus Schöneberg. „Es gibt noch Probleme mit Grundstückseigentümern, die ihre Flächen nicht für den Kreisverkehr verkaufen wollen. Da denken wir jetzt über ein Planfeststellungsverfahren nach“, sagte Cornely, denn dieses beinhalte als letzte Möglichkeit auch Enteignungstitel.

Aber es gibt auch Straßen, an denen sich bald etwas tun wird. So wird die Fahrbahn der K39 zwischen Kirchdaun und der Einmündung in die L79 für rund 277.000 Euro saniert. Das hat der Kreis- und Umweltausschuss unter Vorsitz von Landrat Jürgen Pföhler beschlossen.

Grund: Die Straße weist eine Vielzahl von Schäden auf. Aufgrund der schmalen Fahrbahnbreite ist der Randstreifen stellenweise stark ausgefahren, und es kommt vermehrt zu gefährlichen Situationen. Im Zuge der Sanierungsarbeiten ist zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit vorgesehen, die Randstreifen dauerhaft zu stabilisieren.

124.000 Euro Förderung vom Land

Der neuen Förderstaffel des Verkehrsministeriums zufolge zahlt das Land für den kommunalen Straßenbau. Einen Förderzuschlag von zehn Prozent gibt es für den Ausbau von sanierungsbedürftigen Kreisstraßen im Bereich der freien Strecke sowie für die grundlegende Sanierung von Brücken und Stützmauern. Nach Angaben von Landrat Pföhler bedeutet dies gegenüber den bisherigen Haushaltsplanungen eine zusätzliche Förderung von rund 124.000 Euro.

Die Förderstaffel ist ein Regelwerk des Landes, in dem das Mainzer Verkehrsministerium regelt, wie kommunale Straßenbaumaßnahmen gefördert werden. Der Kreistag hatte bereits im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2018 auf gemeinsamen Antrag der CDU- und FWG-Fraktionen den Landrat einstimmig damit beauftragt, zusammen mit dem Landkreistag darauf hinzuwirken, dass die Förderbestimmungen für Baumaßnahmen an Kreisstraßen entsprechend geändert werden. „Diese Initiative hat jetzt zum Erfolg geführt“, hieß es im Kreis- und Umweltausschuss.

Von der neuen Förderstaffel, die von 2019 bis Ende 2021 gilt, profitieren die geplanten Maßnahmen an der K23 zwischen Kaltenborn und Jammelshofen, K3 zwischen Pomster und Barweiler (zweiter Bauabschnitt) sowie die Sanierung der Wirftbachbrücke.

Die Brücke wird zusammen mit der K18 zwischen Wimbach und Barweiler komplett erneuert. „Die existierende Bogenbrücke ist marode und muss vollständig abgerissen werden. An gleicher Stelle wird eine neue Brücke errichtet“, hieß es im Kreis- und Umweltausschuss, der Investitionen in Höhe von rund 165.000 Euro für die Baumaßnahme beschlossen hat.

„Die Fahrbahn wird darüber hinaus angepasst. Mit dem Ausbau wird die Fahrbahnbreite so verändert, dass das allgemeine Gefahrenpotenzial geringer ist. Der scharfe Kurvenbereich vor der Brücke wird um rund acht Meter erweitert“, gaben die Planer des Landesbetriebs Mobilität bekannt. Sie hatten die Maßnahme öffentlich ausgeschrieben.