Laga 2022 in Bad Neuenahr

Wie Ehrenamtliche die Landesgartenschau mittragen

Martin Schulz-Brehme (vorn) und Jörn Kampmann (r.) erklären Vereinsvertretern, worum es geht.

Martin Schulz-Brehme (vorn) und Jörn Kampmann (r.) erklären Vereinsvertretern, worum es geht.

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Landesgartenschau 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler lebt auch von der aktiven Beteiligung ehrenamtlich engagierter Menschen: An rund zwei Dritteln der bis zu 4000 Veranstaltungen sind Vereine und Verbände beteiligt.

Vereine sind mit ihrer Arbeit eine wesentliche Stütze der Gesellschaft. Und sie werden auch eine Stütze der Landesgartenschau 2022 (Laga) in Bad Neuenahr-Ahrweiler sein. Alleine in der Kreisstadt gibt es fast 300 Vereine. Sie haben die Möglichkeit, sich bei der Gartenschau zu präsentieren und ihre Angebote in Veranstaltungen aller Art einzubringen. Bereits 2017 hatte die Kreisstadt ihre Vereine zu einer ersten Information eingeladen und deutlich gemacht: „Eine Laga ohne Vereine geht nicht.“ Damals waren mehr als 250 Vereinsvertreter gekommen.

Am Mittwoch fand das nächste Treffen mit Vertretern der Vereinigungen statt, rund 150 Vertreter waren in die Aula der Ahrweiler Grundschule gekommen, wo die beiden Laga-Geschäftsführer Jörn Kampmann und Martin Schulz-Brehme zunächst ausführlich über den Stand der Planungen informierten. Schulz-Brehme weiß um die Wichtigkeit der Vereine. Es werde in den rund sechs Gartenschau-Monaten rund 4000 verschiedene Veranstaltungen geben, bei zwei Dritteln sollen Vereine oder die dahinter stehenden Verbände mit im Boot sein.

Wie sie sich einbringen können, erklärte Jörn Kampmann. Unterschieden wird dabei zwischen der dauerhaften Präsenz als Teil der Veranstaltung und temporären Angeboten. Informationspavillons könnten sich natürlich auch mehrere Vereine oder Verbände teilen. Aber: „Für eine kilometerlange Aneinanderreihung von Informationstafeln zahlen die Besucher keinen Eintritt“, so Kampmann. Immerhin dürfte dieser bei 15 bis 20 Euro liegen, bei der aktuellen Bundesgartenschau in Heilbronn werden sogar 23 Euro verlangt. Die Teilnahme am Veranstaltungsprogramm dürfte für die meisten Vereine von besonderem Interesse sein.

Hier seien verschiedene Formen von Präsentationen denkbar. So wird es auf dem gesamten Veranstaltungsgelände mehrere Bühnen in unterschiedlichen Größen geben. Hier könnten Vereine, Verbände oder andere Gruppierungen mit sportlichen, künstlerischen, musikalischen oder in anderer Form unterhaltsamen Beiträgen mitwirken. Das Veranstaltungsprogramm müsse nicht zwangsläufig und ausschließlich auf dem Gartenschaugelände stattfinden. Das Areal könne vielmehr auch Ausgangspunkt für Themenwanderungen oder Führungen sein.

Bei Gartenschauen sei es zudem üblich, an einzelnen Tagen Angebote aus einem Bereich zu bündeln und im Veranstaltungskalender als „Thementag“ besonders herauszustellen. Sowohl die Organisation als auch die inhaltliche Gestaltung obliege dabei üblicherweise nicht einem Verein oder Verband allein, sondern werde von mehreren „Anbietern“ gemeinsam übernommen, so dass am Ende ein „Tag des Sports“ oder ähnliches entstehe.

Zudem könnten Veranstaltungen, die ohnehin zum Jahresablauf eines Vereins gehören, in die Laga integriert werden. Und schließlich werde auch eine Fülle von Ehrenamtlichen in der Durchführung benötigt, auch hier können Vereine, die nicht explizit über ein Laga-Angebot verfügten, mit ihren Mitgliedern präsent sein.

Das ganze Engagement müsse in erster Linie ehrenamtlich stattfinden, betonten die beiden Geschäftsführer. Für das Veranstaltungsprogramm stehen ihnen nur rund 400 000 Euro zur Verfügung, damit müssen aber auch infrastrukturelle Dinge wie die Bühnen bezahlt werden. Auf Kosten sollen die Vereine aber auch nicht sitzen bleiben. Neben der Laga GmbH könne hier auch der „Freundeskreis“ unterstützen, betonte dessen Vorsitzender Peter Krämer.

Die nächsten Monate sollen die Vereine nun nutzen, Ideen zu entwickeln, die sie möglichst im ersten Halbjahr 2020 einbringen. Auch auswärtige Vereine können mitmachen.