Licht aus in der Ahrtal-Kaserne

Weinbergsmauer erinnert an Standort-Geschichte

Übergabe des Modells im Rathaus (von links): Josef Heinrichs, Dieter Oster, Peter Dernbach, Hans-Joachim Fischer, Werner Sczesny und Bürgermeister Guido Orthen.

BAD NEUENAHR. "Die Namensgebung Ahrtal-Kaserne ist eine Zukunftssicherung für den Standort Bad Neuenahr." Das sagte Brigadegeneral Hans-Hermann Schwede, als er 1999 gemeinsam mit der deutschen Weinprinzessin Sabrina Koll den Namenszug an der Weinbergsmauer vor der Kaserne enthüllte. Pustekuchen.

Am Mittwoch war es Obersleutnant Peter Dernbach, der als letzter Kasernenkommandant der Kreisstadt am letzten Tag seiner Dienstzeit an der Heerstraße endgültig das Licht ausmachte. Er und die letzten sechs Soldaten des Nachtrupps haben das einstige Logistikzentrum des Heeres sozusagen besenrein verlassen.

Die Kaserne wurde von der Truppe dem Dienstleistungszentrum der Bundeswehr in Mayen um Dieter Oster, früher hieß das Standortverwaltung, mit gestrigem Datum übergeben. Vier Zivilisten werden den Komplex jedoch weiter betreuen. Dabei geht es um Haustechnik und den Rückbau der IT-Technik. Dann soll der Komplex zur Weitervermarktung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) übergeben werden.

Diese steht für die Nachnutzung in Verhandlungen mit dem BKA und der Fuhrpark der Bundeswehr. Eine bleibende Erinnerung an den Standort Heerstraße gibt es seit gestern im Rathaus: ein 1999 gefertigtes Modell der Weinbergsmauer mit dem Schriftzug Ahrtal-Kaserne.

Dieses übergaben für die Bundeswehr Brigadegeneral Josef Heinrichs, Chef des Stabes für Heeresentwicklung, Brigadegeneral Werner Sczesny, Standortältester der Grafschaft, und Brigadegeneral a.D. Hans-Joachim Fischer, ehemaliger Leiter des Logistikzentrum des Heeres, an Bürgermeister Guido Orthen.

Im Westend bleiben der Kreisstadt bis 2018 noch 200 Soldaten erhalten. Sie gehören zum Führungsunterstützungskommando der Bonner Hardthöhe und haben dort ihr Zwischenquartier.