Keiner blieb im Regen stehen

Wein-Party der Jungwinzer von „Schlahrvino“

Das Schlahrvino-Jungwinzer-Event findet auch dieses Jahr wieder in Bad Neuenahr-Ahrweiler statt.

Das Schlahrvino-Jungwinzer-Event findet auch dieses Jahr wieder in Bad Neuenahr-Ahrweiler statt.

AHRWEILER. „Schlahrvino“ feiert in Ahrweiler sein Sommerfest trotz vieler grauer Wolken. Die weinselige Stimmung hat darunter nicht gelitten.

Graue Wolken schoben sich über die Wingerte um Ahrweiler herum, was die Jungwinzer von „Schlahrvino“ jedoch nicht davon abhielt, ihr alljährliches Sommerfest am Wochenende mittlerweile zum zweiten Mal auf dem Altenwegshof zu feiern.

Die Veranstaltung war schon lange vorher ausverkauft und so fanden etwa 800 Besucher – bewaffnet mit Regenschirmen und Wetterjacken – ihren Weg den Berg hinauf. Wer keine Lust auf eine Bergbesteigung verspürte, der wurde ab der Bahnhaltestelle Ahrweiler Markt per Shuttlebus direkt zum Festgelände gefahren, das mit reichlich Zelten auch gegen etwaige Schauern ausreichend Schutz bot. „Wir lassen keinen im Regen stehen“, versicherte Heiko Schäfer, Vorsitzender von „Schlahrvino“.

Ganz entspannt war in diesem Jahr auch der traditionellen Probierparcours gestaltet. Die erste Station mit dem Secco zur Begrüßung fand sich nicht am Berg, sondern erst auf der Höhe. Die einen Besucher begrüßten sich bei einem kühlen Glas Rebensaft, die anderen belohnten ihren langen Weg mit dem prickelnden Tropfen. Von dort aus ging es nur noch bergab bis zum Hof. Dort wartete für die Weißweinliebhaber ein Blanc de Noir, die Rotweinfreunde kamen mit einem Spätburgunder auf ihre Kosten.

„Cathal der Ire“

Die 14 Betriebe mit ihren 25 Winzern in der Gruppe ließen sich auch mit dem Rahmenprogramm nicht lumpen. „Cathal der Ire“ präsentierte zum Einstieg die großen amerikanischen Klassiker der 1960er und 70er-Jahre. Zu späterer Stunde folgten zahlreiche Neuvertonungen im Stil eines irisch angehauchten Gitarrenrocks.

Unter seiner Hand wurden Evergreens wie Deep Purples „Smoke on the water“ zu ganz neuen Hörerfahrungen. Auf die Entwicklung des diesjährigen Weines angesprochen, nickte Schäfer optimistisch mit dem Kopf: „Bisher sieht es gut aus.“

Wenn der Regen es nicht noch verhagelt, dann könnte der neue Jahrgang qualitativ anspruchsvoll werden und auch von der Menge her zufriedenstellend. Dies war jedoch für die Besucher zweitrangig, die bei den guten Weinen der letzten Jahre Stunde um Stunde vergingen ließen. Manchmal wurden sie sogar mit einem Fetzen blauen Himmels und später einem Blick auf die Sternschnuppen über den Weinbergen belohnt.