Gerd Mainzer als neuer Vorsitz

Weißer Ring in Ahrweiler bekommt neue Leitung

Wachwechsel (v. links): Gerd Mainzer, Werner Keggenhoff, Hubertus Raubal und Jürgen Pföhler im Ahrweiler Kreishaus.

Wachwechsel (v. links): Gerd Mainzer, Werner Keggenhoff, Hubertus Raubal und Jürgen Pföhler im Ahrweiler Kreishaus.

KREIS AHRWEILER. Hubertus Raubal hat nach 15 Jahren an der Spitze des Weißen Rings im Kreis Ahrweiler den Vorsitz der Opferhilfeorgansiation an Gerd Mainzer abgegeben. Dies wurde bei einer Feierstunde im Ahrweiler Kreishaus gewürdigt.

Nach 15 Jahren an der Spitze der Opferhilfeorganisation Weißer Ring im Kreis Ahrweiler und neun Jahren als stellvertretender Landesvorsitzender für Rheinland-Pfalz hat sich Hubertus Raubal entschieden, zukünftig etwas kürzer zu treten. „Ich bleibe noch für ein Weilchen dem Weißen Ring als ehrenamtlicher Mitarbeiter erhalten“, sagte er und freute sich, nunmehr die Leitungsverantwortung in jüngere Hände legen zu können. Bei einer Feierstunde im Ahrweiler Kreishaus würdigte Landrat Jürgen Pföhler „den außergewöhnlichen Einsatz“ Raubals beim Aufbau der Außenstelle Ahrweiler und dankte mit der Ehrenurkunde des Kreises für das vielfältige Engagement für die Opfer von Straftaten und die Kriminalprävention. Nachfolger Raubals ist Gerd Mainzer, der symbolisch einen weißen Ring entgegennahm.

„Der Weiße Ring steht Opfern von Straftaten zur Seite und engagiert sich im Bereich der Gewaltprävention. 15 Jahre lang leitete Hubertus Raubal die Außenstelle des Vereins in Ahrweiler – empathisch, engagiert und kompetent. Mit seinem Einsatz hat Hubertus Raubal einen wichtigen und ehrenvollen Beitrag für hilfsbedürftige Menschen im Kreis Ahrweiler geleistet“, so Pföhler. Für sein soziales Engagement hatte Raubal für die Außenstelle Ahrweiler 2007 die Ehrenplakette des Kreises erhalten. 2013 wurde er mit der Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz geehrt.

Nachfolge will Erbe weiterführen

Dem Dank schloss sich der ehemalige Landesvorsitzende des Weißen Rings, Karl-Heinz Weber, an. Der Landesvorsitzende, Werner Keggenhoff, würdigte das Wirken Raubals in der Außenstelle, im Landesverband und bei der Aus- und Weiterbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter. Das Feld sei gut bestellt und der Nachfolger könne mit 14 Helfern auf dieser guten Grundlage weitermachen.

Der 63-jährige Gerd Mainzer hat seine Wurzeln in Walporzheim, lebt in Königswinter. 39 Jahre Dienst bei der Polizei in Nordrhein-Westfalen, mit Führungspositionen und Lehrauftrag an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, prägten auch seine soziale Einstellung.

„Aus meiner langjährigen beruflichen Erfahrung als Polizeibeamter weiß ich um die Sorgen und Nöte der Menschen, die von Gewalt oder auch Unglücksfällen betroffen sind. Vor dem Hintergrund, dass polizeiliche Arbeit in der Regel täterbezogen ist, freue ich mich, nach meiner Pensionierung die gesellschaftlich wichtige Aufgabe in der Opferhilfe fortzuführen und Betroffenen von Kriminalität beizustehen“, sagte Mainzer.

Im Zuge der sich immer wieder ändernden Kriminalitätsformen, sich stetig verändernder gesellschaftlicher Rahmenbedingungen und des demografischen Wandels will sich Gerd Mainzer zusammen mit seinem Team mit staatlichen und nichtstaatlichen Einrichtungen gut vernetzen und kriminalpräventive Aufgaben anpacken.