DLRG

Vorsitzender Harmen Eckert unterstreicht Bedeutung der Schwimmausbildung

KREISSTADT. Die Kreisstadt plant den Neubau eines Hallenbades. Zum kommenden Beteiligungsverfahren erläutert Vorsitzender Harmen Eckert für die Position der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).

"Aus unserer Sicht sind die wichtigsten Merkmale eines Hallenbades als Sport- und Familienbad ein separater Nichtschwimmerbereich, ein Schwimmerbecken und eine Sprunganlage mit einer Wassertiefe von mindestens drei Metern", so Eckert.

Denn die DLRG sei für "die gesellschaftliche Verpflichtung der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung auf ganzjährige Ausbildungsmöglichkeiten angewiesen". Der direkte Zusammenhang zwischen der Verfügbarkeit von Schwimmhallen für die Ausbildung und den Ertrinkungszahlen sei durch die bundesweite Statistik der DLRG nachgewiesen.

Diese belege sowohl den "erfreulichen Rückgang" in den 60er bis 80er Jahren, als auch den umgekehrten Trend aus der jüngsten Zeit durch die Umwandlung von Schwimmbädern in kommerzielle Spaßbäder und die Zunahme der Hallenschließungen.

Zwar suchten viele Schwimmbadbesucher "nur" Vergnügungsstätten mit Spaßfaktoren. Eckert: "Dieser Bedarf wird jedoch durch das Freibad in Ahrweiler abgedeckt. Für Wellness gibt es ebenfalls andere Einrichtungen, zum Beispiel die Ahrthermen."

Schwimmbäder seien jedoch Sportstätten und damit "wichtige Einrichtungen für das gesellschaftliche Ziel der Erhaltung der Gesundheit". Schwimmausbildung sei Pflichtbestandteil des Schulunterrichts, auch wenn laut Eckert "dieser Pflicht leider aus Mangel an Möglichkeiten oft nicht nachgekommen wird".

Ganzjährig bestehe ein erheblicher Bedarf an Rettungsschwimmausbildung, da diese an vielen Stellen als Voraussetzung verlangt werde, so bei verschiedenen Sportstudiengängen, bei Bewerbungen für den Polizeidienst oder für andere Behörden mit Sicherheitsaufgaben.

Ebenso sei sie Voraussetzung für die Wahrnehmung von Aufsichtspflichten bei Jugendfreizeiten am Wasser oder für Personal in Schwimmbädern. "Wir als die dafür maßgebliche Ausbildungsorganisation können den Bedarf anhand unserer Ausbildungsstatistik belegen. Wir können ihn aber nur in Verbindung mit einem geeigneten Schwimmbad decken", sagt Eckert.

Der DLRG-Chef regt eine interkommunale Zusammenarbeit an: Die Nachbarkommunen und der Kreis sind auch Schulträger und nutzen mit ihren Schulen das Bad. Ein Zweckverband erhöht die Chancen für die Realisierung eines leistungsfähigen Bades."