Klangwelle in Bad Neuenahr

Veranstaltung bleibt bis mindestens 2019 im Kurpark

Die große, von bunten Lichtern angestrahlte Wasserwand im Kurpark spiegelt sich im Wasser.

BAD NEUENAHR. Die Klangwelle in Bad Neuenahr begeisterte bei ihrer Premiere 2014 Tausende Menschen im ausverkauften Kurpark. Auf diesen Erfolg aufbauend lädt die veranstaltende Heilbad Gesellschaft, Tochter der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, in diesem Jahr gleich zu sieben Spielabenden ein.

Die Aufführungen finden von Donnerstag, 8., bis Sonntag, 11. Oktober, sowie von Freitag, 16., bis Sonntag, 18. Oktober, jeweils von 20 bis 22 Uhr statt. Die neu konzipierte Show ist am Samstag, 10. Oktober, bereits ausverkauft.

Ein wichtiges Signal und gleichzeitig eine Absage an Bonn gab Geschäftsführer Christian Senk am Dienstag beim Pressegespräch in Richtung Roland Nenzel, dem künstlerischen Leiter der Klangwelle, Sponsoren, Partner und Hotellerie: "Die Klangwelle bleibt bis mindestens 2019 in der Kreisstadt. Wir haben Bonn nichts weggenommen und sind deshalb in die aufkeimende Diskussion, dass sie wieder dorthin zurückkehren soll, nicht eingestiegen. Wir wollten aus dieser Veranstaltung kein Politikum machen. Es war von Anfang an klar, dass wir eine Marke aufbauen und keine Eintagsfliege schaffen wollen. Wir sind der südlichste Vorort von Bonn, hier gehört die Klangwelle hin. Und der neue Oberbürgermeister ist zum Premierenabend eingeladen."

"Wer in den Kurpark kommt, der will die Klangwelle sehen"

Die Entscheidung, Eintritt zu nehmen, weil die Klangwelle in Bad Neuenahr, anders als in Bonn, auf einer abgegrenzten Fläche spielt, sei richtig gewesen. "Die Besucher haben mit ihrem Interesse gezeigt, dass sie unser Engagement wertschätzen. Zwar war in Bonn immer von jährlich 100.000 Zuschauern die Rede, aber dazu gehörten sicher auch Passanten, die nur einen kurzen Blick aufs Spektakel warfen. Bei uns steht fest: Wer in den Kurpark kommt, der will die Klangwelle sehen", so Senk. Schon jetzt liegen die Vorverkaufszahlen über den Besucherzahlen von 2014.

"Wir zeigen ein neues Gesicht für Menschen zwischen zehn und 100", ergänzte Bürgermeister Guido Orthen: "Die Klangwelle hat nämlich auch etwas von einem Generationentreffen. Wir werden sieben Tage große Kunst zu sehen bekommen, die nicht nur unterhält, sondern über die auch nachgedacht werden darf.

Schon 2014 kochten beim Thema 'Deutsche Einheit' und 'Fußball-WM' Emotionen hoch. Die dürfen auch bei ernsten Themen wie im ersten Akt aufkommen, wo es um unsere Erde, die wir uns alle teilen, geht."

Weil der Kurpark, seit 2012 im Besitz der Stadt, nicht nur durch die Klangwelle, sondern auch durch Veranstaltungen wie Uferlichter, Köchemarkt oder "LebensAhrt" hochkarätig "bespielt" wird, wurde in der Oberstraße eine Trafostation für 100.000 Euro gebaut. "So brauchen wir nicht mehr den Strom von Trafos auf der anderen Ahrseite mühevoll rüberzuziehen", so Senk.

Nenzel, der mit Thomas Spitz wieder durchs Programm führen wird, erläuterte die vier Akte der Wassershow, für die eine Million Befehle am Computer programmiert werden müssen, damit Wasserwand, Musik, Laser und Video synchron operieren. Auftakt bildet die "Welt voller Wunder" mit Klassik. Das Spezial "De Chanson to Swing" in Akt zwei widmet sich den Musiklegenden Frank Sinatra und Edith Piaf, die in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wären, sowie Udo Jürgens.

"Reloaded 2.0"

Vorhang auf für die Stars des Karnevals und der kölschen Mundart heißt es im dritten Akt. Ohrwürmer von Brings, den Höhnern oder den Bläck Fööss werden wieder dafür sorgen, dass im Kurpark kollektives Schunkeln angesagt ist. 16 Minuten lang ist der vierte und letzte Teil, der Coversongs und Originalen aus Rock und Pop gewidmet ist.

Unter dem Motto "Reloaded 2.0" verschmelzen 60 Jahre Musikgeschichte in einem bunten Mix der Genres. Das Gelände im Kurpark öffnet jeweils um 18 Uhr mit einem breiten gastronomischen Angebot, zu dem auch Sternekoch Hans Stefan Steinheuer beiträgt. Die Band "Siegfried Service" unterhält bis zum Showbeginn um 20 Uhr. Danach, ab etwa 22 Uhr, kann man noch gesellig im Park verweilen.