Uferlichter in Bad Neuenahr

Stimmungsvolle Eröffnung im Kurpark

Der Posaunenchor stimmt bei der Eröffnung der Uferlichter mit festlichen Klängen auf die Weihnachtszeit ein.

BAD NEUENAHR. Sie brennen wieder, die Bad Neuenahrer Uferlichter. Das Entzünden der weithin sichtbaren Flamme am Freitagabend hatte etwas vom olympischen Feuer und dem berühmten Ausspruch "Mögen die Spiele beginnen".

Dabei war der Aufbau der beeindruckenden meterhohen Kugeln, Stelen, Türme und Ellipsen aus Rebholz, roten Äpfeln, Tannengrün und braunen Zapfen alles andere als ein Spiel: Die rund 30 Ehrenamtlichen um Doris Ronstadt, angeleitet von Christian Lersch, dem Vorsitzenden des veranstaltenden Uferlichter Kulturvereins, leisteten in den zurückliegenden Monaten 5000 Arbeitsstunden, um dieses bundesweit einmalige Ambiente in Symbiose mit dem Flusslauf der Ahr und dem Kurpark zu erschaffen.

"Das sind drei Vollzeitstellen", betonte Vereinsvize Frank Mies, der im lockeren Plausch mit Lersch und dem städtischen Beigeordneten Rudi Frick die zahlreich in den Park strömenden Gäste auf die kommenden vier Wochenenden - die zwölften Bad Neuenahrer Uferlichter leuchten auch vom 27. bis 29. Dezember - einstimmten. Musikalisch tat das wie immer der Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde unter der Leitung von Rüdiger Stiehl mit "Macht hoch die Tür" und "Wir sagen Euch an, den lieben Advent".

Der Duft von Punsch, der wärmende Schluck Glühwein, die geschmackvollen Arrangements, entspannte Gespräche in den von angestrahlten Baumriesen gesäumten Alleen - das alles trug gestern zur Wohlfühlatmosphäre bei. Auch wenn es nur Kies und nicht Schnee war, der unter den Schuhen knirschte.

Bildet die florale Skulpturenkunst, für die "Uferlichter-Vater" Gregor Lersch vor 13 Jahren die Impulse gab, den leuchtenden Rahmen auf der Brücke, am Ahrufer und im Park, so spielt die Kunst generell eine große Rolle. Weil die Open-Air-Galerie aber in Ruhe betreten werden will, hat man die Kunst-Exponate aus dem Trubel der Stände herausgeholt, parallel zum Ufer aufgebaut und angestrahlt. Da glänzt dann Margret Zimpels' Tonwerk "I like to be a Kurgast" noch mal so schön.

"Die Uferlichter sind eine herausragende Veranstaltung für die Stadt. Bei rund 2500 Weihnachtsmärkten in der Republik heben sie sich ab, strahlen weit über die Stadt hinaus und ziehen viele Gäste an", so Frick. Auch er dankte den Ehrenamtlichen als Stütze der Gesellschaft: "Das Ehrenamt macht das Leben menschlich und schön."

Der perfekte Moment für Christian Lersch und sein Team: Zu sehen, dass die Uferlichter-Idee Früchte trägt, "und der Moment, wenn wir auf der Kurgartenbrücke stehen und das Licht zum ersten Mal eingeschaltet wird".