Galaktisches in Ahrweiler

Spaß mit Außerirdischen

Gaben dem Kindercomic Stimmen und Geräusche: Ferdinand Lutz (links) und Dominik Müller.

Gaben dem Kindercomic Stimmen und Geräusche: Ferdinand Lutz (links) und Dominik Müller.

BAD NEUENAHR. Eine Bild-Klang-Lesung mit Ferdinand Lutz und Dominik Müller begeistert die Fünftklässler am Peter-Joerres-Gymnasium in Bad Neuenahr.

Wer bis dato nicht wusste, was eine Bild-Klang-Lesung ist, der wurde von den beiden Rheinländer Ferdinand Lutz und Dominik Müller aufgeklärt. Im Ahrweiler Peter-Joerres-Gymnasium luden sie alle Fünftklässler ein, um ihnen aus dem Kindercomic „Q-R-T: Der neue Nachbar“ vorzulesen.

Während also die von Lutz gezeichneten Bilder auf der Leinwand erschienen, füllten die beiden die Sprechblasen mit Sprache und die Darstellungen mit Leben durch Geräusche. Das, was also normalerweise beim Lesen eines Comics nur im Kopf passiert, das geschah auf der Bühne. So landete das Ufo, klingelte es an der Wohnungstür oder brüllte der Löwe durch die Stimme von Müller.

Die 88 Schüler tauchten ein in die witzigen und schrägen Geschichten um den Außerirdischen „Q-R-T“, was sich auch wie „Kurt“ anhörte. Er kommt auf die Erde, um das seltsame Menschenverhalten zu studieren. Mit seinem tollpatschigen Haustier Flummi, das jede beliebige Gestalt annehmen kann, zieht „Q-R-T“ in eine Plattenbausiedlung. Argwöhnisch beobachten ihn die Nachbarn, doch zum Glück halten die Erdlinge ihn für ein Kind, wenn auch für ein etwas Merkwürdiges.

So treffen die beiden Hauptakteure auf die hellwache Lara, die den neuen Jungen ins Visier nimmt, unangenehme Fragen stellt und alles in ihrem Notizbuch festhält. Und dann ist da noch der Nachbar Görmann, der seit Jahren nach Außerirdischen forscht.

Als er „Q-R-T“ erzählt, dass er herausgefunden habe, dass die Bewohner des Planeten „RZZZ“ ein Leben lang Kind bleiben, wird dem neuen Erdenbürger ganz mulmig. Da wird vom Duo „berlinert“ und „kölsch“ gesprochen und auch gesungen: „ Oh je, es sieht alles danach aus, ein Außerirdischer ist bei uns im Haus. Es ist schnell passiert, dass er die Gedanken kontrolliert.“

Aufmerksam verfolgten die Fünftklässler die Geschichte von „Q-R-T“ und stellten danach dem Team Lutz/Müller viele Fragen nach seiner Arbeitsweise. „Der Reiz der Geschichte ist“, so Lutz, „dass der Leser mehr weiß, als der Außerirdische. Er stellt die Figur eines kleinen Außenseiters dar, der mit einem neuen Blick auf die Sachen guckt.“

Der extragalaktische Spaß für die Schüler, den die beiden Kölner bereits bei der Leipziger Buchmesse, im Jungen Literaturhaus Köln und beim Comicsalon Erlangen aufgeführt haben, endete damit, dass der begnadete Musiker Müller zeigte, wie er die vielen Geräusche herstellt.