Sommerfest in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Sommerfest mit Fokus auf Klimaschutz

Die Schüler demonstrieren, wie viel Papier für einen Elternbrief benötigt wird.

Die Schüler demonstrieren, wie viel Papier für einen Elternbrief benötigt wird.

KREISSTADT. Das Peter-Joerres-Gymnasium stellt Klimaschutz ohne Demos in den Fokus. Das Sommerfest selbst bot über die Klima-Themen hinaus noch eine ganze Fülle von Angeboten.

Rund zwei Meter hoch ist der Berg an DIN A 4 Blättern, die verbraucht werden, wenn das Peter-Joerres-Gymnasium (PJG) in der Kreisstadt einen Elternbrief versendet. In der Summe kommen dann rund 22 500 Blätter zusammen. Das muss nicht sein, finden die Schüler, die beim alljährlichen Sommerfest ihr Projekt des elektronischen Elternbriefs anpriesen und E-Mail-Adressen für den online-Versand der Informationsbroschüre sammelten.

Nur eines von vielen zukunftsweisenden Projekten, denn an der Schule wird sich derzeit intensiv mit dem Thema Klimaschutz beschäftigt. Schulleiter Reiner Meier machte bei der Sommerfest-Begrüßung klar: „Interessanter als eine Demonstration ist es, sich mit dem Thema intensiv zu beschäftigen.“ Da geht es um alternative Antriebe, wie Elektromotoren. Die Beziehung des eigenen Essens zum Klima wird beleuchtet, aber auch der Klimaschutz im Alltag.

Die Schule wird sich mit dem Thema „Konsumgesellschaft und Fast Fashion“ beschäftigen und Wege suchen, um plastikfreier zu leben. Auch die Verantwortungsethik in puncto Umwelt wird angegangen. Rodung zur Gewinnung von Palmöl und die Verschmutzung der Ozeane sind Projekte, aber auch der Blick in die Zukunft. Insgesamt beschäftigen sich die PJG-Schüler bis zu den Sommerferien mit 14 Klimaschutz-Projekten, deren Ergebnisse Ende Juni präsentiert werden sollen.

Sommerfest bietet Fülle an diversen Angeboten

Das Sommerfest selbst bot über die Klima-Themen hinaus noch eine ganze Fülle von Angeboten und offerierte den Besuchern die Vielfalt der Schule. Man gab sich musikalisch, Schulchöre, Orchester, Bläserklassen oder Big Bands musizierten auf dem Schulhof und im Gebäude. Es gab einen großen Bücherbasar des Fördervereins, an der Torwand war Zielgenauigkeit gefragt. Allerlei Speisen- und Getränkestände lockten. Gut besucht war der Kinderflohmarkt, aber auch die Kunstausstellung.

Derweil zeichneten Schulleitung und Förderverein noch einmal diejenigen aus, die sich bei den verschiedensten Wettbewerben in Mathematik, Sport oder Chemie besonders hervortaten und die regionale oder überregionale Preise einheimsten. Die Neunklässler Tristan Leisten und Julius Dickmann hatten es sogar im Wettbewerb „Jugend forscht“ bis auf Landesebene geschafft und hielten zu ihren Forschungen zu Brandschutzmitteln für Papier beim Schulfest einen Vortrag. Mindestens genauso interessant waren für die Kinder und Eltern aber auch zwei neue Tischfußballgeräte, die direkt nach der Enthüllung in Beschlag genommen wurden.