In der Tradition der Ursulinen

Sommerfest am Calvarienberg in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bei der Enthüllung der Stiftungstafel: Annette Gies (v.l.), Horst Gies, Guido Orthen, Wolfgang Müller, Schwester Maria Monheim, Gerald Charlier, Annika Schooß und Herbert Mies.

Bei der Enthüllung der Stiftungstafel: Annette Gies (v.l.), Horst Gies, Guido Orthen, Wolfgang Müller, Schwester Maria Monheim, Gerald Charlier, Annika Schooß und Herbert Mies.

AHRWEILER. Beim Sommerfest am Calvarienberg steht nicht nur die Stiftungsgründung im Mittelpunkt. Vielmehr gab es schöne Einblicke in den Schulalltag.

Auf den Tag genau ein Jahr war es am Samstag her, das die Schulstiftung Calvarienberg urkundlich bestätigt und damit gegründet wurde. 365 Tage nach der Gründung folgte nun im Rahmen des alle zwei Jahre stattfindenden Sommerfestes der Schulen das Stiftungsgründungsfest.

Einmal mehr wurden dabei von den Festrednern die Besonderheiten des Calvarienbergs betont, das hohe Ansehen der Schulen, die große soziale Komponente, die Schülern mit auf ihren Lebensweg gegeben wird und die familiäre Atmosphäre, die Kinder, Lehrer und Eltern auf dem „Berg“ erleben dürfen. In der Begrüßung durch die Stiftungsvorstände Annette Gies und Gerald Charlier betonte Charlier, dass die Stiftung auf ein erstes erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken könne: „Die Stiftung nimmt Fahrt auf“, so der Leiter des Gymnasiums.

Auch Schwester Maria Monheim, unter deren Leitung die Schulen vor Jahresfrist an die Stiftung übergingen, sieht die Zukunft gesichert. „Wir Schwestern geben unsere Werke nicht gerne aus den Händen“, sagte sie. Von den einst fünf Schulen der Kongregation haben die Ursulinen die in Aachen, Krefeld und Ahrweiler bereits in andere Hände legen müssen, zum Jahresende folgt die Blandine-Merten-Realschule in Trier.

Weinkönigin erinnert sich an ihre Schulzeit

„Wer Stiftungen gründet, will etwas für die Zukunft tun“, zollte Wolfgang Müller, der Abteilungsleiter Schulen im Bischöflichen Generalvikariat Trier, den Ursulinen noch einmal höchsten Respekt für ihre Entscheidung. „Unsere 20 Schulen sind keine Schulen von der Stange, sie alle haben ihre eigene Farbe“, machte Müller klar, dass auch der Calvarienberg sein besonderes Flair behalten müsse.

Kreisbeigeordneter Horst Gies verwies auf das hohe Ansehen des Calvarienbergs als Traditionsschule, deren Erziehung auf den Grundwerten des christlichen Welt- und Menschenbildes beruhe.

In diesem Sinne betonte Kreisstadt-Bürgermeister Guido Orthen den festen Willen der Stadt, den langfristigen Fortbestand von Realschule und Gymnasium zu unterstützen. „Das ist eine Herzensangelegenheit von Rat und Verwaltung“, so Orthen.

Während Herbert Mies, der Vorsitzende der 1962 gegründeten „Freunde und Förderer der Schulen des Calvarienbergs“ die Werbetrommel für den Förderverein aktivierte, berichtete Ahrweinkönigin Annika Schooß von ihrer Zeit als Schülerin auf dem „Berg“, die sie sehr geprägt habe. Zur Erinnerung an die Stiftungsgründung enthüllten Annette Gies und Gerald Charlier ein Schild, dem künftig der Hinweis auf die Europaschule zugefügt wird und das die Inschrift „Schulen in Trägerschaft der Schulstiftung Calvarienberg Ahrweiler in Tradition der Ursulinen von Calvarienberg“ trägt.

Klassenoper und Theaterstück

Der Festakt, der musikalisch mit Beiträgen von Schülern umrahmt wurde, war ins Sommerfest eingebettet. Das zog auch wieder zahlreiche „Ehemalige“ auf den Calvarienberg, denen ein buntes Programm geboten wurde. Nach einem Open-Air-Gottesdienst zum Festbeginn lud der Englandaustausch zur „Tea Party“ ein, die Klassenoper „Chaos in der Zeit“ oder das Theaterstück „Peter und der Wolf“ wurden aufgeführt und die Calvarienberg-Hymne wurde präsentiert.

Überall war das, was in den Klassen der Schulen ganzjährig erarbeitet wurde, zu sehen und zu erleben. In 25 Workshops hatten die Schüler vorab verschiedene Projekte erarbeitet. Da ging es unter dem Motto „Schüler machen Schule – Gemeinsam Zukunft gestalten“ um den grüneren Schulhof, um Nachhaltigkeit, „Gartenträume“ oder aber die Gestaltung von Wandfliesen.