Fontänen in Bad Neuenahr sprudeln schon

So laufen die Vorbereitungen für die fünfte Klangwelle

Strahlt vor den Fontänen und dem Regenbogen: Showdesigner Mischa Anton im Bad Neuenahrer Kurpark.

Strahlt vor den Fontänen und dem Regenbogen: Showdesigner Mischa Anton im Bad Neuenahrer Kurpark.

BAD NEUENAHR. Die Vorbereitungen für die fünfte Klangwelle im Kurpark von Bad Neuenahr laufen auf Hochtouren. Das am Donnerstag, 11. Oktober, beginnende Spektakel bedarf jeder Menge Technik.

Moskau – Bad Neuenahr – Katar. Das ist die aktuelle Tour der Klangwelle. Am Montag vor acht Tagen kamen zwei 30-Tonnen-Sattelzüge am Kurpark in Bad Neuenahr an. Seitdem wird aufgebaut. Für das Spektakel aus Licht, Wasser, Musik und Feuerwerk, das am Donnerstagabend zum mittlerweile fünften Mal in Bad Neuenahr Premiere feiert.

Ein Spektakel, das jeder Menge Technik bedarf. 14 Helfer waren es in den vergangenen Tagen, jetzt in der Programmierungsphase sind es noch fünf Leute, die Showdesigner Mischa Anton aus Österreich zur Seite stehen. Der 37-Jährige zeichnet für das Programm, für das er 75 Düsen und 60 Scheinwerfer benötigt, verantwortlich. 22 Meter lang und sechs Meter breit ist das Becken, aus dem zurzeit tagsüber die Wasserfontänen höher schießen als die Baumriesen im Kurpark gewachsen sind.

Montagnachmittag: Fototermin mit Mischa Anton. „Ich muss da noch schnell was wegräumen, das gehört zur Show und soll eine Überraschung sein“, sagt der Mann, der von einem Container aus die komplette Klangwelle steuert. Okay, wird nicht verraten. Verraten wird aber, dass allein die Kabel, die für die Show verlegt wurden, mal eben Luftlinie von Kirchdaun bis Ramersbach reichen würden.

Derweil bestaunen Kurgäste den Regenbogen, der sich im englischen Park gebildet hat und erst verschwindet, als sich die letzten Wasserperlen der in sich zusammenstürzenden Fontänen verflüchtigt haben. Regenbogen sollen Glück bringen. Das können die Macher der Klangwelle brauchen. Zweiter im Gespann ist Roland Nenzel aus Bonn. Er zeichnet als künstlerischer Leiter für die Auswahl der Musik verantwortlich, die der Lichtershow das i-Tüpfelchen verpasst.

„Wir wiederholen uns nicht“, sagt Anton. „Jedes Programm ist auf den jeweiligen Spielort zugestrickt.“ So auch in Bad Neuenahr, das als Austragungsort für Anton „etwas Besonderes ist. Hier bekommen wir Feedback von allen Seiten. Die Menschen kennen uns, freuen sich, uns zu sehen.“ Zwei Stunden dauert die Klangwelle pro Vorführung. Plus zweimal 15 bis 20 Minuten Pause und zweistündigem Vorprogramm. Ein abendfüllendes Ereignis, das von Donnerstag, 11. Oktober, bis Sonntag, 14. Oktober, sowie von Donnerstag, 18., bis Sonntag, 21. Oktober, über die Bühne geht.

Wobei sich bei der fünften Auflage alles um die Zahl Fünf dreht. Sie kommt im Klassikteil im ersten Akt als „Fünf Erdteile – Sinfonie der Kontinente“ daher, als Mitsingkonzert folgt die „Fünfte Jahreszeit“, gefolgt von fünf Jahrzehnten deutscher Hits und „Fünf Elementen im Rausch der Sinne“. Inklusive Finale sind's dann fünf Akte, die die Zuschauer auf sich wirken lassen dürfen. Im Vorjahr waren es insgesamt 16.000 Menschen, die das Spektakel an acht Abenden verfolgten.

Infos zu Tickets gibt es unter www.die-klangwelle.de.