Versammlung der Kreisjägerschaft in Dernau

Ralf Schmidt führt die 800 Jäger im Kreis

Thomas Güthe (3.v.r.) erhält im Kreis langjähriger Mitglieder und Jagdhornbläser zum Abschied die Ehrenurkunde des Kreises.

Thomas Güthe (3.v.r.) erhält im Kreis langjähriger Mitglieder und Jagdhornbläser zum Abschied die Ehrenurkunde des Kreises.

KREIS AHRWEILER. Wechsel an der Spitze des Kreisjagdverbandes: Ralf Schmidt aus Holzweiler löste Thomas Güthe ab, der von Landrat Jürgen Pföhler die Ehrenurkunde erhielt.

Die rund 800 Mitglieder der Kreisjägerschaft Ahrweiler haben eine neue Führungsriege. Bei der Hauptversammlung am Freitagabend in Dernau löste Ralf Schmidt den bisherigen Vorsitzenden, Thomas Güthe, ab. Neuer Vize ist der CDU-Landtagsabgeordnete Horst Gies. Er folgt im Amt auf Dirk-Siegfried Hübner. Das Amt der Schriftführerin übernimmt Jungjägerin Ute Weiss von Ariane Beigi, im geschäftsführenden Vorstand bleibt Schatzmeister Helmut Rausch. Der neue Vorsitzende aus Holzweiler gehörte dem Vorstand bislang als Obmann für Natur-, Umwelt- und Landespflege an und wird diese Funktion beibehalten.

Die „Rollende Waldschule“ wird künftig von Martina Glahn betreut, Andreas Gerber übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit. Mit Gerber zeigt ein zweiter Jungjäger Engagement im teilweise neu gewählten Vorstand, dessen weitere Konstanten Kreisjagdmeister Stephan Schuck und Vize Jürgen Kindgen sind. Der Kreisjagdmeister ist qua Amt Berater des Kreises und somit des Landrates in jagdlichen Fragen.

Großes Engagement attestierte Landrat Jürgen Pföhler denn auch allen Jägern. Dies belegten die jüngsten Statistiken: „Mit mehr als 1700 Stück wurde das bisher zweithöchste Abschussergebnis von Rotwild im Kreis Ahrweiler erreicht.“

Auch wenn einige Reviere aus dem Mindestabschussplan herausgefallen seien, so müssten dafür in anderen Revieren behördliche Abschussfestsetzungen aufgrund der erheblichen Gefährdung des waldbaulichen Betriebsziels erfolgen. „Das betrifft hauptsächlich Reviere innerhalb des Rotwildkerngebietes. In diesen Revieren muss die vorhandene Wilddichte weiter reduziert und deshalb grundsätzlich an den hohen Abschusszahlen festgehalten werden. Denn der Rotwildbestand im Kreis Ahrweiler bewegt sich auf einem hohen Niveau“, sagte der Kreischef.

Hohe Abschusszahlen beim Schwarzwild

Im Hinblick auf die sich aus Osteuropa nähernde Afrikanische Schweinepest zeigten die sehr hohen Abschusszahlen beim Schwarzwild, dass die Jägerschaft im Kreis sich der Verantwortung für den Erhalt eines lebensraumangepassten, gesunden Wildbestands bewusst sei. Pföhler: „5637 Stücke erlegtes Schwarzwild sind eine Rekordmarke, die zeigt, dass die Jäger im Kreis Ahrweiler ihre Hausaufgaben gemacht haben.“ Die intensive Bejagung von Schwarzwild sei angesichts der weitreichenden wirtschaftlichen Folgen, mit denen beim Ausbruch dieser Tierseuche gerechnet werden müsste, absolut notwendig.

Anerkennung fand die Initiative „Netzwerk Artenvielfalt“, die sich für den Lebensraum von bedrohten Tierarten wie beispielsweise Rebhuhn, Haselhuhn und Feldhase einsetzt. „Die Bündelung von Kompetenzen aus Jägerschaft, Forst- und Landwirtschaft, und den Naturschutzverbänden schaffen in Zusammenarbeit mit der Naturschutzbehörde die Voraussetzungen für den Erhalt der Artenvielfalt im Kreis Ahrweiler“, sagte der Landrat, der auch eine Dankurkunde im Gepäck hatte.

Diese ging an den scheidenden Vorsitzenden, Thomas Güthe, für sein großes Engagement in den vier Jahren seiner Amtszeit. Und auch zwei Mitglieder der Kreisgruppe wurden gewürdigt. Dies für ihren Einsatz bei der Renaturierung des Rodder Maars. Werner Schmitt und Winfried Schneider aus Kempenich werden für ihren ehrenamtlichen Einsatz zum diesjährigen Bürgerempfang des Bundespräsidenten eingeladen.