Bad Neuenahr-Ahrweiler

Pfarreiengemeinschaft mit gemeinsamem Neujahrsempfang

Die Pfarreienratsvorsitzende Ursula Gemein (3.v.re) freute sich über die zahlreichen Gäste.

BAD NEUENAHR-AHRWEILER. Was wünscht man einander zum neuen Jahr? Zumeist sind das Gesundheit und Glück. Einer Pfarreiengemeinschaft wünscht man eher das Glück, so jedenfalls tat es der evangelische Pfarrer Wilfried Glabach beim erstmaligen Neujahrsempfang der Gemeinschaft der sieben kreisstädtischen katholischen Pfarreien am Sonntag im Pfarrheim von St. Pius.

Mitgebracht hatte er unter anderem die Jahreslosung der christlichen Kirchen für 2014: "Gott nahe zu sein ist mein Glück!" Zum Geschenk erhielt die Pfarreiengemeinschaft aber auch ein Tuch mit den Bildern aller sieben Kirchen und der Schrift "Miteinander 2013."

Schnell an der Wand aufgehängt, meinte Pastor Peter Dörrenbächer bei der Betrachtung: "Hier hängt unser Glück, aber auch so manches Problem." Dass es nicht einfach werden wird, die sieben Pfarreien unter einen Hut zu bringen, hatte Dörrenbächer schon in seiner Predigt der dem Empfang vorangegangenen heiligen Messe zum Ausdruck gebracht.

Aber die Pfarreiengemeinschaft ist auf einem guten Weg, das zeigte nicht zuletzt der erste gemeinsame Empfang in St. Pius, dem mehr als 200 Bürgerinnen und Bürger, unter ihnen zahlreiche Vertreter aus Kirchen, Politik, Verwaltung und Gesellschaft, beiwohnten.

Landrat Jürgen Pföhler sah viel Nachdenkenswertes im Motto des Empfangs "Pfarreiengemeinschaft geht - wenn sie aufbricht." Pföhler würdigte dabei in Zeiten, in denen die Kirche sich flächendeckend aus der Trägerschaft von Kindergärten und -tagesstätten zurückziehe, die Aktivität der kreisstädtischen Pfarreiengemeinschaft in diesem Bereich.

Immerhin 555 Kindergartenplätze in den Einrichtungen der Kreisstadt stehen unter der Leitung der katholischen Kirche Die gemeinsame Einladung zum Neujahrsempfang sieht Bürgermeister Guido Orthen als ein großes Zeichen der Pfarreiengemeinschaft.