Ahrweiler Ehrenwall-Klink

Patienten sparen nicht mit Lob

AHRWEILER. Die Patienten der Ahrweiler Ehrenwall-Klink werden seit Jahrzehnten per Fragebogen nach ihrer Zufriedenheit befragt. Bei der Befragung 2012 hat sich die Geschäftsführung aber entschlossen, neue Wege zu gehen.

Um "Betriebsblindheit" vorzubeugen, betraute sie zum einen erstmals einen externen Berater mit der Auswertung der Patientenbefragung, und zum anderen wurden die Ergebnisse der Klinik mit 14 anderen psychiatrischen Kliniken im Sinne eines "Benchmarkings" verglichen.

Dabei würden die Werte der Ehrenwall-Klinik nicht mit dem Durchschnittswert der anderen Kliniken, sondern mit dem Wert der besten Klinik verglichen, erläuterten die Qualitätsmanagementbeauftragten der Klinik, Marcel Sonnenberg und Edith Visel, den Mitarbeitern bei einer Betriebsversammlung: "Bei einer Skala von eins/völlig zufrieden bis fünf/unzufrieden erreichte bei der Frage nach der Zufriedenheit mit den Möglichkeiten der Freizeitgestaltung die Ehrenwall´sche Klinik den Wert von 2,06 im Vergleich zum Bestwert des Benchmarkings von 2,41."

Die Mitarbeiter waren stolz darauf, dass die Einrichtung in vielen Kategorien den neuen "Bestbenchmark" erreichte. Bestwerte erhielt sie unter anderem für die Kommunikation im Vorfeld des Klinikaufenthaltes (Ehrenwall: 1,76/andere: 1,81), Zusammenarbeit der Ärzte untereinander (1,44/1,46), Vorbereitung auf die Zeit nach der Entlassung ( 1,85/2,15), Qualität des therapeutischen Angebots (1,63/1,76), Vielfältigkeit des therapeutischen Angebots (1,77/2,00), Termintreue bei Veranstaltungen (1,66/1,87) und Unterstützung bei organisatorischen und kassentechnischen Fragen durch das Personal der Patientenanmeldung (1,47/1,60).

Die Geschäftsführung der Klinik war besonders zufrieden, dass mehr als 90 Prozent der Patienten die Klinik weiterempfehlen und 88 Prozent sich wieder dort behandeln lassen würden.

Christoph Smolenski, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer, sagte: "Diese Ergebnisse bestätigen die Klinikleitung in den Bemühungen um eine exzellenten Qualität der medizinischen Versorgung unserer Patienten und Patientinnen."