Europäische Akademie zur Technikfolgenabschätzung in Ahrweiler

Neues Profil unter der Leitung von Petra Ahrweiler

Petra Ahrweiler erläuterte den Gästen beim Festakt die Neuausrichtung der Akademie. FOTO: MARTIN GAUSMANN

Petra Ahrweiler erläuterte den Gästen beim Festakt die Neuausrichtung der Akademie.

AHRWEILER. Neuer Name, neues Profil. Die Europäische Akademie zur Technikfolgenabschätzung in Ahrweiler heißt jetzt European Academy of Technology and Innovation Assessment (EA).

1996 wurde die Akademie vom Land Rheinland-Pfalz und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Rahmen des Bonn-Berlin-Ausgleichs gegründet. Leiterin ist seit 2013 Professor Petra Ahrweiler, die jetzt bei einem Festakt vor 100 Gästen die neuen Wege der EA beschrieb. Die Soziologin Petra Ahrweiler hat zudem eine Professur für Technikfolgen- und Innovationsforschung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz inne.

"Wissensproduktion und Forschung werden wesentliche Impulse zur gesellschaftlichen Krisenbewältigung und zur Gestaltung einer lebenswerten Zukunft für alle erwartet.

Auf keinen Fall sollen fragwürdige Technologien oder unbegleitete Innovationsprozesse existierende Probleme verstärken oder zu neuen Problemen führen," sagte Ahrweiler vor den Gästen aus Forschung, Politik und Gesellschaft und ging auf das EA-Lab als spezielle Arbeitsumgebung und Instrument für die Wissenschaftler der Akademie ein: "Hier sammeln, verarbeiten und analysieren wir große Datenmengen, um komplexe Sachverhalte beschreiben und erklären zu können. Die Daten und Analyseergebnisse informieren dann unsere Modelle und Simulationen, mit denen wir 'Was wäre wenn?'-Fragen stellen, um wohlfundiert mögliche Zukunftsszenarien entwerfen zu können."

Festredner Mario Dompke aus dem Bundesforschungsministerium betonte die Notwendigkeit einer Innovationsstrategie, damit "wir Ideen schnell in die Praxis überführen können". So sei es möglich, kreative Antworten auf die drängenden Herausforderungen zu finden. Mit ihren Forschungsschwerpunkten sei die EA auf einem guten Weg. Staatssekretärin Vera Reiß vom Mainzer Bildungsministerium gratulierte zur Neuausrichtung: "Wir sind stolz auf das Forschungsinstitut."