Ehrenwall-Klinik feiert Erweiterung von "Haus Mühle"

Neue Klinikräume für zwei Millionen Euro

Einsegnung der neuen Klinikräume in Ahrweiler.

Einsegnung der neuen Klinikräume in Ahrweiler.

AHRWEILER. Festtag in der Ahrweiler Ehrenwall-Klink: Am Donnerstag wurde die Erweiterung der Tagesklinik und der Psychiatrischen Institutsambulanz offiziell abgeschlossen.

Anstatt 20 stehen nun 30 Klinikplätze im "Haus Mühle" zur Verfügung. 1999 war die Tagesklinik mit 15 Plätzen eröffnet worden, eine Aufstockung auf 20 war 2006 erfolgt.

Architekt Dieter Hof übergab den Bau gestern in Form eines Schlüssels aus Backwerk. Und nannte Zahlen: 700 Quadratmeter neue Klinikfläche seien in 18 Monaten Bauzeit geschaffen worden. "Schlicht, aber sehr funktional und mit einem angenehmen Arbeitsumfeld", so Hof. Die Ehrenwall-Klinik ist das psychiatrische Akutkrankenhaus im Kreis Ahrweiler.

Zur Einweihung begrüßten die Klinikchefs, Christoph und Susanna Smolenksi, rund 100 Gäste.

Der Hausherr warf einen Blick zurück. 1975 habe es in Rheinland-Pfalz drei psychiatrische Großkliniken gegeben, heute seien es 34 Einrichtungen im Land. Smolenksi machte deutlich, dass "die psychiatrische Versorgung immer wichtiger wird".

Der Chefarzt bezifferte die Investitionssumme für Um- und Neubau auf knapp zwei Millionen Euro, wobei die ursprüngliche Planung eingehalten werden konnte. 1,61 Millionen Euro übernahm das Land Rheinland-Pfalz, die restlichen knapp 329 000 Euro habe die Klinik gestemmt.

Staatssekretär David Langner aus dem Mainzer Gesundheitsministerium sprach dafür der Familie Smolenksi seinen Dank aus.

Die Erweiterung der Tagesklinik spiegele den wachsenden Bedarf in der Behandlung psychischer Erkrankungen wider. Der Anstieg der Behandlungsplätze sei aber auch Ausdruck des Vertrauens der Patienten.

Landrat Jürgen Pföhler hatte vorab bereits einen Blick in die neuen Räumlichkeiten gewagt. "Es sind hier wunderbare Räume entstanden, hochmodern, transparent und hell", so Pföhler, der den Betreibern der Klinik in ihrer 137-jährigen Geschichte konzeptionelle Pionierarbeit bescheinigte.

 "Immerhin 5000 Patienten werden hier alljährlich behandelt, zehn Millionen Euro wurden in den vergangenen zehn Jahren investiert, heute gibt es 305 Arbeitsplätze", listete der Landrat Zahlen auf.

Bürgermeister Guido Orthen betonte die große Bedeutung der Klinik für die Kreisstadt. Dechant Jörg Meyrer und Pfarrer Wilfried Glabach gaben dem Neubau den kirchlichen Segen.