Initiative für Blühflächen im Kreis Ahrweiler

Netzwerk engagiert sich für biologische Vielfalt

Remagen Wildblumenwiese an schwarzer Madonna

Remagen Wildblumenwiese an schwarzer Madonna

REMAGEN. Auf einer Freifläche zwischen Kripp und Remagen, auf der Feld-, Wald- und Wiesenblumen blühen, sind erste Erfolge des Gemeinschaftsprojektes mit der Stadt Remagen sichtbar.

Nachdem im vergangenen Jahr der Kreisimkerverband alle Kommunen des Kreises Ahrweiler um die Teilnahme an seiner Blühflächeninitiative gebeten hatte, erklärte sich die Stadt Remagen schnell bereit, einen sichtbaren Beitrag zu leisten. Bürgermeister Herbert Georgi und Wirtschaftsförderer Marc Bors präsentierten nun eine zwischen Kripp und Remagen gelegene Freifläche, auf der Feld-, Wald- und Wiesenblumen blühen.

Zusammen mit dem Netzwerk Artenvielfalt, einem Zusammenschluss des Kreisbauern- und Winzerverbandes, des Kreisimkerverbandes und der Kreisjägerschaft, setzte die Römerstadt erste Maßnahmen um, die helfen, Lebensräume für wildlebende Tiere, Insekten, Reptilien und Vögel optimal zu gestalten. Stadtoberhaupt Georgi: „Damit soll dem fortschreitenden Artenschwund in Folge fehlender Lebens-, Aufzucht- und Nahrungsräume entgegengewirkt werden.“

Neben dem Naturschutz stehe für die Stadt Remagen natürlich auch das Ziel einer „blühenden (Stadt-)Landschaft“ ganz oben auf der Agenda. So sei die Freude groß gewesen, als der Vorschlag der Stadt, in der Nachbarschaft des Rhein-Ahr-Campus mit einem ersten großen Projekt zu beginnen, beim „Netzwerk Artenvielfalt“ auf Zustimmung stieß.

Rhein-Ahr-Campus plant eine Bienenweide

Auf den über einen Hektar großen Grünflächen unterhalb der Fachhochschule wurde im Frühjahr eine Bienenweide aus mehrjährigen Pflanzen ausgesät, die inzwischen in prächtiger bunter Blütenpracht steht. Daneben gibt es dort einen großen Lesesteinhaufen mit südlicher, wärmebezogener Ausrichtung als Lebensraum für Reptilien sowie Fledermauskästen und Niströhren für Steinkäuze. Geplant sind als Schulprojekt noch Insektenhotels, um auch Kindern und Jugendlichen das Thema Artenvielfalt näher zu bringen.

Der benachbarte Campus plant nun, in den nächsten Monaten Teile seiner Außenanlagen als Bienenweide umzugestalten. „Die Umgestaltung dieser und möglichst noch weiterer größerer Flächen in Remagen wird einen wesentlichen Bestandteil der zukünftigen Arbeit des Netzwerkes darstellen. Nachahmer sind ausdrücklich erwünscht“, so Herbert Georgi.