Bauprojekt

Naturschützer: Weiterbau der A1 ist unnötig

Schüler des Erich-Klausener-Gymnasiums sowie der Hocheifel Realschule Plus und Fachoberschule in Adenau sind die ersten Renaturierungsaufgaben mit sehr viel Engagement und Freude angegangen.

Schüler des Erich-Klausener-Gymnasiums sowie der Hocheifel Realschule Plus und Fachoberschule in Adenau sind die ersten Renaturierungsaufgaben mit sehr viel Engagement und Freude angegangen.

KREIS AHRWEILER. BUND-Kreisgruppenvorsitzender Reinhard van Ooyen ging bei der Mitgliederversammlung der Naturschützer auf die Aktivitäten gegen den beabsichtigten, aus Sicht des BUND unnötigen Weiterbau der Autobahn 1 ein.

Mit vielen umweltrelevanten Problemen hat sich die Kreisgruppe Ahrweiler des Bunds für Umwelt- und Naturschutz (BUND) auseinandergesetzt. Bei ihrer Mitgliederversammlung zog die Gruppe Bilanz und lobte etwa die Aktivitäten im Zusammenhang mit der Patenschaft am Honerather Bach. Dort hat sich der BUND als Kooperationspartner für die Schulen engagiert. Die Schüler des Erich Klausener Gymnasiums sowie der Hocheifel Realschule Plus und Fachoberschule in Adenau seien die ersten Renaturierungsaufgaben mit sehr viel Engagement und Freude angegangen, stellte der Kreisgruppen-Vorsitzende Reinhard van Ooyen fest. Erste Erfolge seien am Gewässer sichtbar.

Van Ooyen ging zudem auf die Aktivitäten gegen den beabsichtigten und aus Sicht der Naturschützer unnötigen Weiterbau der A 1 ein. Er berühre insgesamt sechs europäische Schutzgebiete und führe zu Umweltzerstörungen (Biodiversität) bei geringer raumstruktureller Wirksamkeit. Zudem würden Entlastungen für die Umwelt in der Dokumentation des Bundesverkehrsministeriums auf 42 Jahre hochgerechnet, damit überhaupt ein statistischer Wert entstehe. Ein weiteres Problem sei die Frage nach dem Umgang mit dem Klimawandel.

Nach der UN-Klimakonferenz in Bonn sei das Bewusstsein der Bürger für diese Frage sensibler geworden. Und das Forschungsergebnis des Projektes „EnAHRgie“ der Europäischen Akademie zeige an drei Szenarien auf, wie der Kreistagsbeschluss „100 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energien im Kreis Ahrweiler bis 2030“ realisiert werden könne. Auch wenn das Ziel im Hinblick auf den Zeitrahmen und die notwendigen Akteure eine enorme Herausforderung sei. Der BUND-Vorsitzende forderte: „Bürger informiert euch und Politiker werdet eurer Verantwortung für die Zukunft im Kreis Ahrweiler gerecht.“

Weil die ehrenamtliche Arbeit im (erweiterten) Vorstand komplex und teils auch kompliziert sowie zeitlich aufwändig sei, wünschte sich van Ooyen noch mehr Beteiligung der Mitglieder, um die Arbeit fachlich angemessen zu bewältigen. Die zunehmende Überalterung der Gesellschaft zeichnet sich auch bei der Kreisgruppe ab, in der etwa für Kassenwart Ulrich Vogel nach 38 Jahren Tätigkeit ein Nachfolger gefunden werden müsse.