Konzerte zum Mirjam-Sonntag

Musik in Kirchen und der Synagoge

KREISSTADT. Im Umfeld des Mirjam-Sonntags zur Exil-Geschichte Mirjams aus dem Alten Testament findet ein Programm mit "Musik im Exil" in den evangelischen Kirchen Bad Neuenahr und Ahrweiler und in der ehemaligen Synagoge Ahrweiler statt.

Musikalische Verbindung für die Konzerte sind die neuen Flügel in der evangelischen Luther-Kirche in Bad Neuenahr und in der ehemaligen Synagoge in Ahrweiler. In der evangelischen Friedenskirche in Ahrweiler erklingt die Orgel mit Kirchenmusikerin Andrea Stenzel.

Im Rahmen der Geistlichen Abendmusik ist am Samstag, 31. August, um 19 Uhr in der Lutherkirche in Bad Neuenahr, Telegrafenstraße, ein Klavierkonzert mit Professor Harald Schroeter-Wittke (Dozent für Praktische Theologie, Religionspädagogik und Kirchengeschichte an der Universität Paderborn) und Berthold Wicke (Kantor der Lutherkirche und Kreiskantor in Bonn). Zur Aufführung kommt die Symphonie Nr. 3 "Mirjam" c-moll op. 54 des jüdischen Komponisten Friedrich Gernsheim (1839-1916) in der vom Komponisten erstellten Fassung für Klavier zu vier Händen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Am Sonntag, 1. September, ist um 11 Uhr in Ahrweiler in der Friedenskirche, Burgunderstraße, der alljährliche Mirjam-Gottesdienst mit Pfarrerin Elke Smidt-Kulla und dem Frauenkreis. Im Gottesdienst wird das Mirjam-Lied gesungen.

Am selben Sonntag, 1. September, ist um 17 Uhr in der ehemaligen Synagoge in Ahrweiler ein Kammermusik-Konzert mit dem Duo Kiol. Kirstin Niederstraßer (Saxofon, Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe) und Violina Petrychenko (Klavier, mehrere Diplome und Musikpreise) spielen Werke von Sergej Prokoviev, Sergej Rachmaninow, Paul Hindemith, Alexander Glasunow, Erwin Schulhoff und Darius Milhaud.

Drei dieser Komponisten, die aus politischen Gründen ihr Heimatland verlassen mussten, haben durch ihren Todestag einen Bezug zum Jahr 2013: es ist für Paul Hindemith der 50., für Sergej Prokoviev der 60. und für Sergej Rachmaninow der 70. Todestag. Der Eintritt beträgt zwölf Euro, ermäßigt acht Euro.