Polizeieinsätze im Ahrtal

Mann in Bad Neuenahr mit Messer verletzt

Symbolbild.

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BAD NEUENAHR. Die Polizei hatte am langen Osterwochenende viel zu tun im Ahrtal: Beamte rückten zu Schlägereien, Unfällen, Einbrüchen und Sachbeschädigungen aus. Feuerwehrleute wurden bei einem Einsatz bedroht.

Über die Ostertage hatte die Polizei der Kreisstadt eine Menge zu tun. Einbrüche, Körperverletzungen, Unfälle oder Sachbeschädigungen hielten die Beamten auf Trab.

Den Auftakt gab es bereits an Gründonnerstag. In Vettelhoven kam es zu einem versuchten Wohnungseinbruch, in Dernau hingegen gelangten die Täter in eine Wohnung und konnten Bargeld und Schmuck erbeuten. In beiden Fällen wurden die rückwärtigen Terrassentüren aufgehebelt.

Bei einer Verkehrskontrolle fiel derweil ein 39-jähriger kosovarischer Mitbürger auf, der seine kosovarische Fahrerlaubnis nicht hatte umschreiben lassen, obwohl er schon länger als sechs Monate fest in Deutschland lebt. Dies gilt rechtlich als Fahren ohne Fahrerlaubnis und zieht ein Strafverfahren nach sich, teilte die Polizei mit.

Schlägerei mit bis zu 20 Personen

In der Nacht auf Karfreitag wurde den Beamten eine größere Schlägerei mit bis zu 20 beteiligten Personen gemeldet. Einsatzkräften der umliegenden Dienststellen wurden vorsichtshalber zusätzlich alarmiert. Letztendlich stellte sich heraus, dass es zwischen zwei Gruppen zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung kam, wobei eine 18-jährige Dame beleidigt wurde. Ihr eilte ein 26-jähriger Begleiter zur Hilfe, dieser wurde dann von einem 24-jährigen Mann mit einem Messer an der Hand verletzt.

Im Rahmen des Gerangels wurde ein geparkter Pkw beschädigt. Im Verlauf der Nacht konnte der Beschuldigte mit Begleitern an einer Tankstelle angetroffen werden. Bei der Durchsuchung wurden das Tatmesser sowie Betäubungsmittel gefunden und sichergestellt. Der stark alkoholisierte Mann wurde zur Polizeiwache gebracht, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde.

Einbrüche in Gastrobetriebe und brennendes Auto

In der Nacht auf Samstag wurden insgesamt vier an der Marienthaler Straße gelegene Gastronomiebetriebe von Einbrechern „angegangen“. Bei zwei Objekten blieb es beim Versuch, da eine im Haus schlafende Person durch die Aufbruchgeräusche geweckt wurde. Sie sah, wie zwei Personen gegen 2.20 Uhr die Flucht ergriffen. Bei den beiden anderen Lokalitäten brachen die Täter ein Fenster auf und gelangten so in den Innenraum. Entwendet wurde nach bisherigen Feststellungen lediglich Bargeld, es entstand jedoch an allen Objekten massiver Sachschaden.

In der Tilsiter Straße musste die Feuerwehr am Donnerstag ausrücken, da ein Anwohner mit einem Gasbrenner versucht hatte, Unkraut an seiner Einfahrt zu verbrennen. Dabei geriet eine Hecke in Brand, die Kunststoffabdeckung am Nachbarcarport wurde durch die Hitzentwicklung beschädigt. Bevor es zu einem Übergreifen des Feuers auf die Häuser kam, konnte die Feuerwehr den Brand löschen.

Auto auf Parkplatz brannte

Auf dem Aldi-Parkplatz in Ahrweiler musste indes ein Pkw gelöscht werden, der vermutlich nach technischem Defekt in Brand geraten war. In Kreuzberg kümmerte sich die Feuerwehr um eine größere Ölspur, die von einem Lkw einer ansässigen Baufirma verursacht wurde. Die Feuerwehrkräfte wurden von Mitarbeitern der Baufirma derart attackiert, dass die Polizei hinzugerufen werden musste. Letztendlich wurden mehrere Strafanzeigen wegen Umweltverschmutzung, Beleidigung, Bedrohung und Körperverletzung aufgenommen.

Im Herderweg stürzte am Freitagabend ein 46-Jähriger mit seinem E-Bike. Der Radfahrer trug keinen Helm und zog sich starke Kopfverletzungen zu. Bei der Erstversorgung fiel ein deutlicher Alkoholgeruch auf, so dass eine Blutprobe zur Feststellung seiner Fahrtüchtigkeit entnommen werden musste.

Jugendlicher musste nach Schlägerei ins Krankenhaus

Die Fäuste flogen dann wieder am Samstagabend gegen 23 Uhr im Kaiserin-Auguste-Viktoria-Park in Bad Neuenahr. Ein 16-jähriger Jugendlicher aus der Grafschaft war dort mit Freunden unterwegs und traf auf eine andere Personengruppe. Zunächst kam es zu einer verbalen Streiterei. Als sich der Jugendliche auf den Nachhauseweg machte, wurde ihm plötzlich von einer unbekannten Person ins Gesicht geboxt. Dadurch verlor der 16-Jährige kurzzeitig das Bewusstsein. Seine Freunde brachten ihn nach Hause. Von dort aus ging es ins Krankenhaus, wo er stationär aufgenommen wurde. Die Eltern erstatteten Anzeige.