Trio überwältigt Randalierer

Mann greift Passanten in Ahrweiler an

Blaulicht der Polizei.

Blaulicht der Polizei.

Ahrweiler. Aufgeregte Anrufer riefen am Donnerstagnachmittag die Ahrweiler Polizei auf den Plan. Sie teilten der Wache mit, dass in der Fußgängerzone Ahrhutstraße ein junger Mann wahllos Passanten angreife.

Einer der Anrufer wollte sogar ein Messer bei dem Randalierer gesehen haben. Die kurz darauf eintreffenden Beamten mussten jedoch nicht mehr eingreifen. Sie fanden den 20-jährigen aus Ahrweiler bereits fixiert auf dem Pflaster der Ahrhutstraße vor.

Nach Schilderung von Zeugen hatte der junge Mann ohne Grund plötzlich die Passanten angeschrien, beschimpft und zum Teil mit dem Tode bedroht. Schließlich war er in ein Café gestürmt, hatte die Bedienung zur Seite geschubst, war wieder nach draußen gestürmt, hatte sich dann einen Stuhl gegriffen und diesen nach einer Frau geworfen. Die Frau wurde an einem Bein getroffen und nach Angaben der Polizei leicht verletzt.

Das war dann doch zwei Ahrweiler Bürgern mit Migrationshintergrund (28 und 38 Jahre alt) und einem 69-jährigen deutschen Touristen zu viel der Randale. Bevor der polizeibekannte junge Mann weiter wüten konnte, wurde er von den drei couragierten Männern kurzentschlossen niedergerungen und auf dem Boden liegend „fein verpackt“ festgehalten, bis die Polizei eintraf und ihn im Streifenwagen abtransportierte.

Wie Wilfried Manheller, Vize der Ahrweiler Wache, dem General-Anzeiger sagte, dürfte die Ursache des Ausrastens bei dem 20-Jährigen in seinem Drogenkonsum liegen. „Es könnte sich um einen schizophrenen Anfall gehandelt haben“, sagte Manheller. Das sei bei Missbrauch von Betäubungsmitteln keine seltene Begleiterscheinung.

Nachdem sich der Randalierer auf der Dienststelle der Kreisstadt-Polizei wieder weitestgehend beruhigt hatte, wurde er in die Obhut seiner Mutter übergeben werden. Gegen den jungen Mann wurden Strafanzeigen wegen einfacher und schwerer Körperverletzung erstattet. Manheller: „Da ist es Sache der Experten zu klären, inwieweit der 20-Jährige zu dem Zeitpunkt überhaupt schuldfähig war.“