Ehrenwall-Tagesklinik

Mainzer Sozialminister Alexander Schweitzer war zu Besuch

In der Patientenküche (von links): Alexander Schweitzer, Christoph und Susanna Smolenski sowie Petra Elsner.

AHRWEILER. Gut, dass Kliniktüren ziemlich hoch sind. So musste sich der Mainzer Sozialminister Alexander Schweitzer beim Besuch der neuen Ehrenwall-Tagesklinik wenigstens mal nicht bücken. Denn mit normalen Türen kommt der 2,06-Meter-Sozialdemokrat nicht so ganz parat.

"Die ersten Patienten haben die Tagesklinik vor ein paar Tagen bezogen", sagte Birgit Bertram von der Ehrenwall-Verwaltung dem Gast aus Mainz. Dieser machte sich gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Petra Elsner ein Bild von der neuen Einrichtung, die 30 Patienten aufnehmen kann. Damit wurde die Kapazität im Vergleich zum 1999 eröffneten "Haus Mühle" verdoppelt.

"2,1 Millionen Euro hat die neue Tagesklinik für psychisch kranke Menschen gekosten. Aus dem Ministerium von Alexander Schweitzer hat es dafür Zuschüsse in Höhe von 1,7 Millionen Euro gegeben", erläuterten Christoph und Susanna Smolenski, die Chefs des Ahrweiler Traditionshauses. Christoph Smolenski ist Urenkel des Klinikgründers Carl von Ehrenwall. Er führte Schweitzer durch die neuen Räume, machte aber auch klar: "Wenn es nach Architekten und Handwerkern geht, muss immer alles neu. Wir Privatkliniken recyceln da lieber."

Sprach's und ging mit Schweitzer in die Patientenküche, die jetzt nur einen anderen Standort hat. Nagelneu sind Patientenzimmer, Gruppenräume, Büros und auch die Abteilungen Ergotherapie und Sport. Susanna Smolenski stellte indes das aktuelle Pilotprojekt einer neuen Ambulanz vor.

Dort soll durch Gewalt traumatisierten Patienten schnell und effektiv geholfen werden. Und noch eine Ambulanz zieht in die Klinik: PIA. Das steht für Psychiatrische Instituts Ambulanz. Sie war bisher in einem Gebäude in der Nachbarschaft untergebracht. Schweitzer konnte da nur loben, vor allem das "engagierte Team". Ehrenwall hat 300 Mitarbeiter.