Landesgartenschau 2022

Kreisstadt will die nächste Gartenschau

Bad Neuenahr-Ahrweiler will sich um die Ausrichtung der Landesgartenschau (Laga) im Jahr 2022 bewerben.

KREISSTADT. Bad Neuenahr-Ahrweiler will sich um die Ausrichtung der Landesgartenschau (Laga) im Jahr 2022 bewerben. Der Stadtrat hat am Montagabend der Verwaltung den Auftrag erteilt, "die notwendigen Unterlagen für eine Bewerbung zu erstellen."

Damit befindet sich die Kreisstadt in guter Gesellschaft. Denn quer durch Rheinland-Pfalz liebäugeln bereits Kommunen mit der Ausrichtung. So denken  Betzdorf, Kirchen und Wissen im Westerwald bereits über eine gemeinsame Bewerbung nach. Den Hut in den Ring wollen auch Bitburg, Neuwied und Neustadt an der Weinstraße werfen.

Ziel soll sein, so Detlev Koch als Erster Beigeordneter, "eine standort- und marketingorientierte  Bewerbung auf den Weg zu bringen, die die Nutzung der bereits umfangreich vorhandenen städtischen Grün- und Tourismusstrukturen in den Vordergrund rückt".  Damit könne die Umsetzung deutlich kostengünstiger sein, "als eine komplett neue Gartenschauplanung auf der Grünen Wiese". 

Es ist der nunmehr dritte Anlauf, den die Kreisstadt in Sachen Laga tätigt. Bereits 2003 hatte es eine Bewerbung für die Landesgartenschau 2008 gegeben. Damals gemeinsam mit der Stadt Sinzig und dem Ziel, die komplette Ahr zwischen der Mündung und Bad Neuenahr einzubeziehen. Gewinner war damals Bingen.

2013 und 2014 gab es dann die nächsten Anläufe per Schreiben der Stadt an die Mainzer Umweltministerin Ulrike Höfken. Ziel war die Ausrichtung der Landesgartenschau im Jahr 2018, die jedoch nicht stattfindet.

Mainz hatte die Schuldenbremse gezogen und sich für 2022 als nächstmöglichen Termin entschieden. Zwischenzeitlich hat das Land auch die neuen Bewerbungsleitlinien erstellt. Letztmöglicher Bewerbungstermin ist der 31. März 2016. Ein zeitlicher Rahmen, den Koch als "eng" bezeichnete, dies besonders mit Blick auf Qualität und Öffentlichkeitsbeteiligung, die schon für die Bewerbungsphase gefordert werde.