Konzert in Bad Neuenahr

Kreis-Chorkonzert in Ahrweiler lockt zahlreiche Besucher

Die Chorgemeinschaft Walporzheim beim Kreischorkonzert.

Die Chorgemeinschaft Walporzheim beim Kreischorkonzert.

BAD NEUENAHR. Das Kreis-Chorkonzert lockte im Rahmen der Ahrweiler Freiheitswochen ein zahlreiches Publikum an. Zum Schluss hieß es: "Die Gedanken sind frei."

Bis fast auf den letzten Platz war die Konzerthalle im Kurpark gefüllt, als am Wochenende die Chöre des Kreises zum Stelldichein im Rahmen der Ahrweiler Freiheitswochen einluden. Mit einem weitläufigen Konzertprogramm von Klassikern der Chorliteratur bis hin zu zeitgenössischem Pop kam jeder Musikfreund auf seine Kosten. Dementsprechend gab es auch für jeden Chor anhaltenden Applaus.

Als Eisbrecher kam die Chorgemeinschaft Koisdorf auf die Bühne. Unter der Leitung von Juliane Hanke hieß sie die Besucher mit John Percy Smiths „Schön, dass sie gekommen sind“ willkommen. Aus der Feder des gleichen Komponisten, mit einem deutschen Text von Jens Füllbier, stammt „Alles auf der Welt“, das sich zum ersten Mal an diesem Nachmittag mit dem Frieden auseinandersetzte. Ein erstes ausgiebiges Schunkeln war dann mit „Nimm mich su wie ich ben“ der Gruppe „De Höhner“ angesagt.

Die Sänger verließen die Bühne, um sie dem dienstältesten Chor des Konzerts zu überlassen. Vor mehr als 150 Jahren, nämlich 1857, wurde der Männergesangsverein (MGV) Loreley Dernau gegründet und bewies mit drei Stücken, dass er alten Chorweisen immer noch eine gehörige Portion Leben einzuhauchen vermag. Die Leitung hatte Markus Prange.

Ein Lebewohl an den Wald besang „Der Jäger Abschied“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Im Sonnenuntergang des „Abendfriede am Rhein“ von Mathieu Neumann hörte man musikalisch die besungenen fernen Glocken. Aktuelle „kölsche Tön“ rundeten den Auftritt ab: „Stääne“ der Gruppe „Klüngelköpp“. Auch Dirigentin Eugenia Buling hatte ihre Jungs voll im Griff.

Großer Applaus

Die Männer der Chorgemeinschaft Niederzissen regten die Besucher zum Mitklatschen beim Refrain des „Comedian Harmonist“-Klassikers „Wochenend und Sonnenschein“. Großen Applaus bekamen die Mannen für ihre mitreißende Interpretation von „Santiano“ der gleichnamigen Gruppe.

Unter der Leitung von Kreischorleiter Wilfried Schäfer und mit Harald David Meyer am Klavier standen für die Chorgemeinschaft Ahrweiler-Walporzheim Klassiker der neueren Musikgeschichte auf dem Programm. Passend zu den Freiheitswochen machte den Anfang die kritische Hymne „Freiheit“ von Marius Müller Westernhagen. Mit Reinhard Mey ging es „Über den Wolken“ und mit Richard Rogers sagten die Sänger den Zuhörern zu: „You’ll never walk alone“.

Gleich zwei Teilchöre hatte der MGV Cäcilia Lantershofen im Gepäck. Zunächst sang das 2008 als Projektchor ins Leben gerufene „Sing and Swing“-Ensemble unter der Leitung von Vladislava Koll ein Medley aus dem Album „21“ der britischen Sängerin Adele und die Klassiker „Stand by Me“ von Ben King und „Caravan of Love“ der Gruppe „The Housemartins“.

Unter der Leitung von Heinrich Fuchs schloss der ganze Gemischte Chor den Chörereigen mit eher klassischerer Literatur ab: „Klänge der Freude“ von Edward Elgar, „Jerusalem“ mit einem Bariton-Solo von Hermann-Josef Berg und „Frieden“ in einer Bearbeitung von Gotthilf Fischer.

Mit einem gemeinsam mit dem Publikum geschmetterten „Die Gedanken sind frei“ ging der Chornachmittag vorüber.