Bahnhof Ahrweiler

Konzern investiert 1,6 Millionen Euro in neue, barrierefreie Zugänge

Vorsicht an der Bahnsteigkante: Der neue Ahrweiler Bahnhof ist fertig.

Ahrweiler. Was lange währt, wird endlich gut. Seit dem Jahre 2005 nehmen Stadt und Kreis die Bahn in die Pflicht - nun wurden endlich vollendete Tatsachen geschaffen. Für 1,6 Millionen Euro wurde der Bahnhof Ahrweiler modernisiert.

Neue Bahnsteige und Rampen für einen barrierefreien Zugang zu den Zügen, eine neue Fahrradabstellanlage, neue Automaten und nicht zuletzt eine Unterstellmöglichkeit am Bahnsteig wurden geschaffen. Am Mittwoch gab es nun großen Bahnhof am Bahnhof: Landrat Jürgen Pföhler, Bürgermeister Guido Orthen, zahlreiche Kommunalpolitiker und Vertreter der Bahn waren auf Gleis 1 erschienen, um den neuen Bahnhof in Betrieb zu nehmen. Täglich nutzen den Ahrweiler Bahnhof rund 1200 Reisende.

In knapp einjähriger Bauzeit waren die Bahnsteige erhöht und deren Ausstattung modernisiert worden. Bis zum Jahre 2017 will die Bahn nach Mitteilung des Konzernbevollmächtigten Jürgen Konz rund 150 Millionen Euro in die rheinland-pfälzischen Bahnhöfe stecken. Die Bahn betreibt in Rheinland-Pfalz 414 Bahnhöfe.

Landrat Jürgen Pföhler hob hervor, wie wichtig ansprechende "Eingangstore" für die Kommunen seien: "Das lange Warten und die Geduld der Bürger und Fahrgäste haben sich gelohnt. Es freut mich, dass wir nunmehr den frisch herausgeputzten Ahrweiler Bahnhof seiner Bestimmung übergeben können.

Pünktlich zum Start der Hochphase des Tourismus an der Ahr können wir uns über ein frisches Erscheinungsbild des Ahrweiler Bahnhofs freuen." Eine gute Verkehrsanbindung trage zur Förderung des Tourismus und zur Steigerung der Lebensqualität in den Städten und Gemeinden bei. Es müsse deshalb Ziel sein, "bei unserer Infrastruktur die besten Voraussetzungen zu schaffen", so der Landrat.

Pföhler: "Deshalb werden wir uns auf Kreisebene - im Rahmen der uns zur Verfügung stehenden Finanzmittel - auch weiterhin für eine Stärkung des ÖPNV in unserer Region einsetzen." Angetan zeigte sich am Mittwoch auch der Bürgermeister der Kreisstadt, Guido Orthen: "Der gelungene Umbau und das verbesserte Umfeld machen die An- und Anreise jetzt zu einer angenehmen Sache."

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember werden für die Ahrtalbahn weitere Neuerungen eingeführt: Zum einen soll das Fahrtenangebot vor allem an Wochenenden erheblich ausgeweitet werden. Künftig sollen zwischen Remagen und Dernau auch am Wochenende zwei Züge in der Stunde fahren, um den Besucherströmen gerecht zu werden.

Zum anderen soll es besseren Service geben: Neue, leistungsfähigere Fahrzeuge werden ab Winter die Ahrtalbahn bedienen. Die neuen Fahrzeuge verfügen über eine behindertengerechte Ausstattung und sind mit Videoüberwachung sowie einer Notsprecheinrichtung zum Fahrzeugführer ausgestattet. In den Abend- und Nachtstunden ist zudem ein erweiterter Einsatz von Sicherheitspersonal vorgesehen. Klimaanlage, Steckdosen für Laptops und eine moderne Bestuhlung sind geplant.