Behördenschießen

Kommando „Cyber- und Informationsraum“ gewinnt

Junge Frau, schwere Waffe: Beim Behördenschießen auf der Bengener Heide schloss sich das nicht aus.

Junge Frau, schwere Waffe: Beim Behördenschießen auf der Bengener Heide schloss sich das nicht aus.

BAD NEUENAHR. Bei der dritten Auflage des Behördenschießens des Bonner Streitkräfteamts auf der Bengener Heide verweist die Mannschaft des Kommandos „Cyber- und Informationsraum“ das Bundessprachenamt und den Militärischen Abschirmdienst auf die weiteren Plätze.

Zum dritten Mal fand mit dem Behördenschießen des Bonner Streitkräfteamtes eine Veranstaltung mit Tradition an der Ahr statt. Ziel des Schießens war neben dem Wettkampf vor allem das gegenseitige Kennenlernen und Kommunizieren der Leiter verschiedenster militärischer und ziviler Behörden. Es könnte ja bei Katastrophenfällen jeglicher Art eine zivil-militärische Zusammenarbeit denkbar sein. Da ist es gut, wenn man sich kennt.

Darum wäre es den Organisatoren um Generalmajor Werner Weisenburger auch recht gewesen, wenn die jeweils zwei Personen starken Teams der Gäste aus dem jeweiligen Leiter einer Behörde und seinem Stellvertreter bestanden hätten. Mehr als 30 Behörden hatte das Streitkräfteamt eingeladen, rund die Hälfte, nämlich 17 von ihnen, hatten eine Mannschaft entsandt. Da waren neben den Gastgebern der Militärische Abschirmdienst (MAD), das neue Kommando „Cyber- und Informationsraum“, das Zentrum der Militärmusik, aber auch die Bonner Stadtverwaltung und der Bundesforst schossen mit.

Sie alle waren nach Bad Neuenahr gekommen. Denn das Wettschießen findet mangels militärischen Schießstands nicht mehr in Bonn statt. „Um auf einem solchen Stand zu schießen, hätten wir den Wettbewerb in Koblenz oder Stolberg austragen müssen, dorthin wäre aber wohl kaum jemand gekommen“, sagte Organisator Stabsfeldwebel Klaus Maue. Und weil die Bonner Jäger den Stand hoch über Bad Neuenahr-Ahrweiler ebenfalls nutzen, reicht dessen Bekanntheitsgrad eben bis in die Bundesstadt.

Kommando „Cyber- und Informationsraum“ gewinnt

Ab dem frühen Morgen fielen auf der Bengener Heide die Schüsse. Die Anforderungen waren hoch. Jedes Team musste mit fünf verschiedenen Waffen antreten. Mit Gewehr, Pistole, Maschinenpistole und Maschinengewehr galt es, sitzend oder stehend, auf 25 oder 100 Meter Entfernung auf einer Scheibe möglichst viele Ringe zu erzielen. Zudem musste auf eine 50 Meter entfernte „laufende Scheibe“ geschossen werden. Bei allen Wettbewerben waren klare Zeitlimits vorgegeben.

Nach gut sechs Stunden standen die Gewinner fest. Die beste Mannschaft stellte das Kommando „Cyber- und Informationsraum“, das das Bundessprachenamt und den Militärischen Abschirmdienst auf die weiteren Plätze verwies. Bester Einzelschütze wurde Oberstleutnant Sebastian Urban, beste Schützin Hauptfeldwebel Katharina Urban. Mit den Vorzügen des Ahrtals beschäftigten sich die Schützen allerdings nicht.

„Für eine Weinprobe oder ähnliches ist kein Geld im Topf“, sagte Klaus Maue. Daher bestand das Rahmenprogramm aus einer Ausstellung der Wehrtechnischen Studiensammlung, die optische Zielgeräte vom Ersten Weltkriegs bis heute präsentiert.