Kindergartenplätze online

Kita-Portal "Ahrlini" hilft Eltern im Kreis Ahrweiler

Viel Lob für „Ahrlini“: In der Bachemer Kita „Rappelkiste“ begutachten Jan Benedyczuk (v. links), Elfri Pauly, Jürgen Pföhler, Gisela Burgau, Natalie Baum und Guido Orthen, was das neue Programm leistet.

Viel Lob für „Ahrlini“: In der Bachemer Kita „Rappelkiste“ begutachten Jan Benedyczuk (v. links), Elfri Pauly, Jürgen Pföhler, Gisela Burgau, Natalie Baum und Guido Orthen, was das neue Programm leistet.

KREIS AHRWEILER. Der Kreis Ahrweiler bietet Eltern von Kindergartenkindern ab sofort einen besonderen Service: das Kita-Portal „Ahrlini“. Es gibt einen Überblick über freie Betreuungsplätze und informiert über die Angebote der Kindertagesstätten.

Vorbei sollen sie sein, die Zeiten der Doppelt- und Dreifachanmeldungen, der hohen Fehlerrate und der damit einhergehenden Verunsicherung: „Ahrlini“ soll es richten. Am Dienstag ging das vom Landkreis Ahrweiler und der Kreisstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler initiierte Programm zur Anmeldung von Kindern in Kindertagesstätten ans Netz. Landrat Jürgen Pföhler sprach von „einem besonderen Tag für die Kindertagesstätten“, Bürgermeister Guido Orthen von einem „wichtigen Projekt“.

Das Kita-Portal „Ahrlini“ bietet nicht nur Eltern einen Überblick zu Betreuungsplätzen in entsprechenden Einrichtungen des Kreises Ahrweiler. Vielmehr sorgt es auch bei den Kommunen für Planungssicherheit. Schließlich ging in der Vergangenheit schnell mal der Überblick darüber verloren, wie viele Kinder an den einzelnen Kitas angemeldet waren. Grund: In zahlreichen Fällen hatten Eltern aus Angst, für ihre Kinder keinen Kitaplatz zu bekommen, den Nachwuchs vorsorglich gleich in mehreren Kindergärten angemeldet.

Lob aus dem Bildungsministerium

Nicht nur, dass Eltern fortan bequem von zu Hause aus per Computer oder Smartphone sich einen Überblick über freie Plätze verschaffen, ihre Kinder registrieren lassen und sich über die einzelnen Betreuungsangebote informieren können. Auch dient das Online-Portal den Städten und Gemeinden zu einer seriösen Planung. „Erstmals sind alle Beteiligten über das System vernetzt und haben Einblick über den aktuellen Stand in Echtzeit. Bei 67 Einrichtungen mit 678 Fachkräften und knapp 5000 Plätzen für unsere Kinder ist das ein wirklicher Meilenstein“, sagte Landrat Jürgen Pföhler bei der Vorstellung des Programms in der städtischen Kita „Rappelkiste“.

Viel Lob gab es auch aus dem rheinland-pfälzischen Bildungsministerium. Jan Benedyczuk, Leiter des Ministerbüros: „Der Landkreis Ahrweiler spielt hier eine Vorreiterrolle. Das verdient große Anerkennung.“ Landrat, Bürgermeister und Minister-Vertreter ließen sich schlussendlich das Kita-Programm „Ahrlini“ vorführen. Die unkomplizierte Platzvormerkung für Kindergartenkinder und die Auswahlmöglichkeiten nach individuellen Kriterien wie Entfernung zum Wohnort, Öffnungszeiten oder besondere Kita-Angebote hinterließen Eindruck. Allerdings: In erster Linie bleibt die Kindertagesstätte für die Aufnahme zuständig, die im Einzugsbereich des jeweiligen Wohnortes des Kindes liegt. Und: Eine Anmeldung über „Ahrlini“ ist frühestens ab der Geburt eines Kindes möglich.