NPD in Bad Neuenahr

Keine Zwischenfälle bei Kundgebung auf dem Platz an der Linde

BAD NEUENAHR. Friedlich verlief eine Kundgebung der NPD am Samstag auf dem Platz an der Linde in Bad Neuenahr. Zahlreiche Gegendemonstranten, insbesondere aus den Reihen der SPD der Kreisstadt, der Kreis-Grünen sowie des Bündnisses für Frieden und Demokratie aus Remagen, sorgten mit Trillerpfeifen und Tröten dafür, dass die Ansprachen der Rechtsradikalen kaum gehört werden konnten. "Nazis raus", skandierten die rund 30 Friedensaktivisten.

Die Polizei war vorsichtshalber mit sechs Mannschaftswagen und mehreren Streifenfahrzeugen ausgerückt, um etwaige Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern der antifaschistischen Bewegung und Neo-Nazis zu verhindern. Über der Stadt schwebte während der Kundgebung ein Hubschrauber, Zivilbeamte überwachten den Platz und die zu ihm führenden Straßen. Die Kundgebung der angereisten sieben NPD-Vertreter, die insbesondere die Asylpolitik anprangerten, war angekündigt und genehmigt worden.

Die Rechtsradikalen forderten unter anderem "die sofortige Freilassung" der nach wie vor inhaftierten NPD-Mitglieder, die das "Braune Haus" in Hemmessen bewohnt und zum "Aktionsbüro Mittelrhein" deklariert hatten. Das Haus war 2012 von der Polizei im Rahmen einer Razzia gestürmt worden. Zwischenfälle bei der NPD-Kundgebung auf dem Platz an der Linde gab es keine, Auseinandersetzungen blieben aus. Nach einer Stunde war der Platz wieder wie leer gefegt.