Kreis-Chorverband Ahrweiler

Interesse der Vereine ist gering

Vorsitzender Günter Nerger (Mitte) dankt Norbert Reineri (links) und Hans Gerd Unger.

Heimersheim. Der Delegiertentag des Kreis-Chorverbandes (KCV), der am Samstag in Heimersheim stattfand, wird wohl als eine einschneidende, besondere Veranstaltung in Erinnerung bleiben. Denn schließlich gaben an diesem Tage gleich zwei verdiente Vorstandsmitglieder ihre langjährige Verantwortung im Kreis-Chorverband Ahrweiler in neue Hände.

Norbert Reineri gab nach 19 Jahren als Vorsitzender und acht Jahren als Geschäftsführer sowie einjähriger kommissarischer Leitung nun endgültig sein Amt aus gesundheitlichen Gründen auf. Es war ein bewegender Abschied, als Günter Nerger in Vertretung des Vorstandes des KCV und des Präsidiums des Chorverbandes Rheinland-Pfalz Dankesworte aussprach und die Ehrenurkunde sowie Blumen und ein Weinpräsent überreichte.

Er hob unter anderem die langjährigen Verdienste in dieser Funktion, aber auch den großen Einsatz in Politik, in der Kirchengemeinde und im Gesangverein Birresdorf hervor und bezeichnete Reineri als ein großes Vorbild im Ehrenamt. Auch mit Hans Gerd Unger, der nach einjähriger kommissarischer Weiterführung seines Postens als Kreis-Schatzmeister sein Amt nun nach 25 Jahren niederlegte, "geht eine Säule und Vorbild im Ehrenamt", wie Günter Nerger es bezeichnete.

Er dankte dem scheidenden Vorstandskollegen für die hervorragende Arbeit und überreichte ebenfalls die Ehrenurkunde des Chorverbandes Rheinland-Pfalz sowie Blumen und ein Weinpräsent des Vorstandes. Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden dann die Nachwahlen für die vakanten Posten durchgeführt.

Zum neuen Vorsitzenden wurde Günter Nerger, zum stellvertretenden Vorsitzenden Hans Ludwig Falckenberg und zur neuen Kreis-Schatzmeisterin Rita Löhndorf gewählt. Alle drei Kandidaten stellen sich jedoch nur kommissarisch für ein Jahr für die Ämter zur Verfügung. Danach soll aus dem Kreis der rund 40 Chöre des Verbandes mit mehr als 1500 Mitgliedern im nächsten Jahre eine dauerhafte Lösung gefunden werden.

"Daran müssen wir weiter arbeiten", so der neue kommissarische Vorsitzende Nerger, "wenn sich in den Vereinen weiterhin das bisher geringe Interesse an der wichtigen Arbeit des Kreis-Chorverbandes verfestigt, müssen wir die Reißleine ziehen. Denn ohne die aktive Mitwirkung der Vereine kann ein Verband nicht bestehen und hat dann seine Berechtigung verloren. Die Problematik ist also nicht behoben."

Als sehr aufschlussreich für die aktuelle Stimmung und Lage im Kreis-Chorverband bezeichnete Günter Nerger noch die betrübliche Tatsache, dass von 71 stimmberechtigten möglichen Delegierten bei dieser Sitzung nur 29 anwesend waren.