Ramersbach am Netz des Zweckverbandes Maifeld-Eifel

"Hilfe, da kommt ja Wasser"

Mit Kappe am Schieber: Detlev Koch (links) und Fritz Langenhorst lassen es sprudeln.

RAMERSBACH. Ein kurioser Hilferuf ging am Montagmorgen beim "Ramersbacher für alle Fälle" ein. "Hilfe, aus meinem Wasserhahn kommt Wasser. Ich krieg' den nicht abgedreht", teilte eine ältere Dame Ortsvorsteher Fritz Langenhorst mit. Sein Rat: "Sie brauchen einen neuen Hahn. Der hält den neuen Druck nicht aus."

Denn seit Montag hat der Höhenstadtteil von Bad Neuenahr-Ahrweiler einen neuen Wasserlieferanten: den Zweckverband Maifeld-Eifel. Grund für einen großen Bahnhof am Schieber Barbaraweg. Dort wurde am Nachmittag nach 40 Jahren Wasserversorgung durch den Verband Ahr-Eifel auf den neuen Lieferanten umgestellt, der mit Kempenich-Weibern auf das viertgrößte Grundwasservorkommen in Rheinland-Pfalz zurückgreifen kann.

Das Wasser für Ramersbach kommt künftig aus dem Hochbehälter Engelner Kopf, "Der Vertrag mit der Kreisstadt hat eine Laufzeit von 30 Jahren", erläuterte der Erste Beigeordnete Detlev Koch. Deshalb lohne sich auch die Investition in die neue 870 Meter lange Transportleitung aus Richtung Wochenendgebiet "Im Brandenfeld" in Höhe von 175.000 Euro. Denn dieses bekommt wie das komplette Brohltal das Wasser von Maifeld-Eifel.

Und das mit einem Druck von drei bis dreieinhalb Bar statt bisher einem halben Bar. Jenem Umstand also, der den Hilferuf der alten Dame zeitigte. "Die Zeiten, in denen ohne private Druckerhöhungsanlagen nur Rinnsale aus Duschen kamen, sind jetzt zum Glück vorbei", freute sich Fritz Langenhorst gestern für seine rund 615 Ramersbacher. Er hoffe auch darauf, dass "bald zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden können". Denn zusammen mit der neuen Verbindungsleitung wurde als Zukunftsoption auch ein Leerrohr verlegt. Dort könne für das schnelle Internet ein Glasfaserkabel eingezogen werden.