Villa am Silberberg

Große Nachfrage nach den Römern im Ahrtal

Schattenspiel: Das Interesse der Besucher an der römischen Villa am Ahrweiler Silberberg ist auch nach 22 Jahren ungebrochen.

Schattenspiel: Das Interesse der Besucher an der römischen Villa am Ahrweiler Silberberg ist auch nach 22 Jahren ungebrochen.

AHRWEILER. "Facta loquuntur!" Die Römer hätten zur Bilanz der Ahrweiler Römervilla gesagt: "Die Fakten sprechen für sich." Bei der Verbandsversammlung "Römische Villa am Silberberg Ahrweiler" machte Museumsleiter Hubertus Ritzdorf deshalb ein zufriedenes Gesicht.

Die Besucherzahlen sind um drei Prozent auf 21 000 gestiegen, die Einnahmen aus Eintrittsgeldern um zwölf Prozent auf 71.100 Euro (Ende November). "Wir hatten in dieser Saison mehr Vollzahler, die Gästekarteninhaber zahlten statt 2,50 Euro ebenso vier Euro wie Gruppen ohne Führung", erklärte Ritzdorf den Beiratsmitgliedern des Zweckverbandes, den der Kreis und die Kreisstadt bilden, das Plus in der Kasse.

Ebenfalls den Wert des Vorjahres mit 599 übertraf die Zahl der Führungen in dem vor 22 Jahren über einem freigelegten römischen Landhaus entstandenen Museum: Bis zum 31. Oktober hatten in der Römervilla 628 Rundgänge stattgefunden. Als Ritzdorf dann betonte, dass die Verkaufszahlen im Museumsshop um

20 Prozent auf mehr als 19 000 Euro gestiegen seien, war die Zeit für ein Lob an sein siebenköpfiges Team gekommen: "Denn nur motivierte Kollegen können ein solch hervorragendes Ergebnis erzielen." Betrugen die Spenden für die Römervilla 2013 noch 2387 Euro, so stiegen sie in diesem Jahr auf 4300 Euro. Fortsetzen möchte der Leiter das Angebot von Führungen auf der römischen Eisenverhüttungsanlage im Ahrweiler Wald ebenso wie die Öffnung des Römerbades an der Kreisverwaltung an zwei Sonntagnachmittagen im Monat.

Immerhin 218 Gäste konnten Bernd Walther und Michael Schneider dort begrüßen.Beim Ausblick auf die Saison 2016, die am 20. März mit einer Familienführung als gemeinsame Veranstaltung mit dem Regierungsbunker beginnt, betonte Ritzdorf die Notwendigkeit der Neuausrichtung der seit 22 Jahren unverändert gebliebenen Dauerausstellung. "Die Sonderausstellung 'Römer im Ahrtal' bleibt. Aber zur Dauerausstellung werden wir Dinge aus der städtischen Sammlung hinzufügen und als Schwerpunkt eine Darstellung der Römervilla als Teil der antiken Kulturlandschaft setzen."

Nach einstimmigen Beschlüssen zum Haushaltsplan 2016 und zu der Beteiligung an der Ehrenamtskarte des Kreises in Form einer Ein-Euro-Ermäßigung, ernannte Landrat Jürgen Pföhler Bürgermeister Guido Orthen zum Verbandsvorsteher bis 2019. Der bedankte sich beim Team, "das mit überschaubaren Finanzen einen herausragenden musealen Punkt betreut". Aus der Museumsmannschaft verabschiedet wurden Lina Humke und Sebastian Mislack.