Künftige Nutzung mit Wohnen und Gewerbe

Gespräche über die Zukunft des Calvarienbergs

Das Gebäudeensemble mit Kirche und Kloster nahm unser Leser Ferdi Heuwagen vom Weltjugendtagskreuz aus auf.

Das Gebäudeensemble mit Kirche und Kloster nahm unser Leser Ferdi Heuwagen vom Weltjugendtagskreuz aus auf.

AHRWEILER. Zur Zukunft der Liegenschaft des Klosters Calvarienberg hatten sich am Dienstag unter anderem Bürgermeister Guido Orthen und Ahrweilers Ortsvorsteher Peter Diewald an einen Tisch gesetzt.

Viel drang am Mittwoch aus den Gesprächen hinter verschlossenen Türen zwischen der Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler und der Landmarken-AG Aachen nicht nach außen. Zur Zukunft der Liegenschaft des Klosters Calvarienberg hatten sich am Dienstag Bürgermeister Guido Orthen, Ahrweilers Ortsvorsteher Peter Diewald sowie Landmarken-Vorstand Jens Kreiterling und die Bereichsleiterin „Wohnen“, Sylvia Friederich, erneut an einen Tisch gesetzt. Zusätzlicher Gesprächsbedarf war neben den ohnehin komplexen Themen wie Denkmalschutz oder Baurecht aufgekommen, weil die Stadt den Gewerbeanteil höher umgesetzt sehen möchte als die Landmarken AG, die mehr Wohnfläche vermarkten will.

„Wir befinden uns auf einem konstruktiven Weg“, betonte Orthen, der sich im Nachgang mit Kreiterling auf eine gemeinsame Erklärung gegenüber dem GA einigte. Generaloberin Schwester Maria Monheim aus Trier oder Edgar Stein aus Aachen, juristischer Berater der Ursulinen, waren bei dem Termin nicht zugegen. „Ich weiß gar nicht, dass da Gespräche stattfinden“, antwortete die Generaloberin auf Nachfrage. „Der Schwerpunkt lag auf der zukünftigen Nutzungsstruktur und deren möglicher Verortung in den Gebäuden“, so die Mitteilung der Stadt.

Allen Teilnehmern sei die besondere städtebauliche Situation des weithin die Landschaft prägenden Gebäudes bewusst. Es gelte, neben der neuen Nutzung auch die erforderlichen Rahmenbedingungen zu erfassen und diese in einem Gesamtkonzept darzustellen. „Gerade im Hinblick auf den Umfang und den komplexen Zusammenhang steht weiterhin die sorgfältige Prüfung der Möglichkeiten und Wege an“, so die Stellungnahme.

Sorgfalt ist oberstes Gebot, das avisierte Ziel „Kaufabschluss in 2017“ – die Summe würde in die neue Schulstiftung fließen – schon abgehakt. Die Landmarken-AG entscheidet schlussendlich, ob das künftige Konzept attraktiv für Nutzer, Betreiber und potenzielle Käufer, aber auch für sie als Investor ist. Die Stadt wiederum ist verpflichtet, auf dem Calvarienberg eine gesunde Gemengelage zwischen Gewerbe, Gastronomie, Handel und Wohnraum auch für künftige Generationen herzustellen.

Ein gutes Zeichen ist, dass die Parteien weiter miteinander reden. Orthen sprach beim Hutenfest von „reichlich Diskussionsbedarf“ und sieht die Schwestern als Noch-Eigentümer in der Pflicht. Sie wiederum müssen vor dem Verkaufsabschluss entscheiden, ob das dann vorliegende Nutzungskonzept dem Erbe entspricht, das sie nach ihrem Wegzug nach Trier Ahrweiler hinterlassen wollen. Wann das sein wird, ist völlig offen.