Bad Neuenahr

Gehen die Uferlichter aus?

Blick auf die Uferlichter in Bad Neuenahr.

BAD NEUENAHR. Den Uferlichtern, die im Advent Tausende von Besucher an die Ahr nach Bad Neuenahr ziehen, droht das Aus. Laut den Organisatoren fehlt es an Geld und Unterstützung durch Bad Neuenahrs Gewerbetreibende.

Bis vor wenigen Tagen erleuchteten die gemütlichen Lichter das Ahrufer und begeisterten einmal mehr Gäste wie Einheimische. Die Veranstaltung hat sich über neun Jahre zu einem wichtigen Element für die Kreisstadt entwickelt. Nun sind die Uferlichter in großer Gefahr. Zu wenig Geld, zu wenig Engagement seitens der Bad Neuenahrer Geschäftswelt, beklagen die Veranstalter.

"Bad Neuenahr hat nach vielen Versuchen endlich sein eigenes Weihnachtsbild gefunden", so Christian Lersch und Frank Mies, Vorsitzende des Vereins Uferlichter Kultur. Jetzt gaben die Organisatoren bekannt, dass es 2013 "unter den derzeitigen Rahmenbedingungen" keine Uferlichter mehr geben wird.

Das von Lersch und einer Agentur entwickelte Konzept hatte sich mit dem in 2011 vollzogenen Umzug von der Kurgartenstraße in den Kurpark noch einmal deutlich weiterentwickelt. Mehr als 40 ehrenamtliche Helfer tragen dazu bei, das Ahrufer, die Kurgartenstraße und den Kurpark in eine angenehm illuminierte gemütliche Stätte zu verwandeln.

Sie bauen an den Tragkonstruktionen und beteiligen sich an Auf- und Abbau. Auch das Organisationsteam arbeitet ehrenamtlich. "Ohne diese ehrenamtlichen Helfer wäre es nicht möglich, diese primär kulturell und weniger kommerziell ausgerichtete Veranstaltung umzusetzen", so Lersch und Mies.

[kein Linktext vorhanden]Trotz aller ehrenamtlicher Arbeit sei das große Problem der Uferlichter deren Kostenseite. Immerhin sind insgesamt zwölf Veranstaltungstage umzusetzen, Kosten für Energie, Leuchtmittel, Zelte, Hütten, Kulturprogramm und vielem mehr fallen an. Dies sei mit den bisherigen Mitteln von Sponsoren und Standgeldern kaum zu stemmen gewesen.

In den vergangenen Jahren sei es für das Organisationsteam daher immer die Kernaufgabe gewesen, das benötigte Geld zu beschaffen. "Diese Arbeit verschlang so viel Zeit, dass kaum noch Möglichkeiten blieben, die Veranstaltung zu verbessern, ihr neue Impulse zu geben und sie weiter zu entwickeln", erklärten die Uferlicht-Organisatoren. Ziel der Veranstaltung sei stets gewesen, als Publikumsmagnet zu dienen und damit Besucher und Umsätze in die Stadt zu ziehen.

Die Solidarität der Gewerbetreibenden in der Stadt sei jedoch aus Sicht der Veranstalter viel zu gering. Nachdem vor drei Jahren schon einmal auf dieses Problem hingewiesen wurde und sich daraufhin diverse Unternehmen bereit erklärten, für die drei darauf folgenden Jahre Unterstützung zu leisten, seien einige Firmen schon vor Ablauf der Frist wieder abgesprungen.

Mies und Lersch: "Die Spendenbereitschaft geht deutlich zurück, und die bisherigen Spender geben dem Veranstalter vielfach das deutliche Signal, dass sie unter einem immer größeren Kostendruck stehen und somit weniger Geld für die Uferlichter bereit steht." Aus diesem Grund seien die finanziellen Mittel nicht mehr ausreichend, um die Veranstaltung künftig durchzuführen.

Gisela Dieringer, die für die Werbegemeinschaft im Organisationsteam arbeitet, erklärte: "Sollte sich in den ersten Wochen des Jahres keine Lösung finden, werden die Uferlichter nicht mehr stattfinden. Dann wären wir dazu gezwungen, alle Partner zu informieren, damit sie für das Jahr 2013 Planungssicherheit bekommen."