Kerzen auf dem Davidstern

Gedenken an Reichspogromnacht in Remagen und Ahrbrück

Mahnwache am Standort der Remagener Synagoge.

Mahnwache am Standort der Remagener Synagoge.

KREIS AHRWEILER. Kerzenflammen erleuchteten am Freitagabend den Davidstern auf dem Remagener Römerplatz. Rund 40 Bürger aus dem ganzen Kreis Ahrweiler hatten sich zu einer Mahnwache versammelt, um des Pogroms von 1938 zu gedenken.

Vor 79 Jahren brannte auch die Remagener Synagoge, die einst an diesem Platz stand und als die schönste ihrer Art im Kreis Ahrweiler galt.

Mit der Mahnwache sollte an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden, aber auch an die Opfer von Terror weltweit. Mit dabei waren unter anderem das Bündnis Remagen für Frieden und Demokratie, die Jusos des Kreises um Nikolay Vasilev, die SPD AG 60 Plus sowie die Geistlichen Klaus Neufang und Johannes Steffes. In der Nacht des 10. November 1938 begann die systematische Judenvernichtung des Hitler-Regimes. Millionen Menschen, nicht nur Juden, sondern auch als Regimegegner identifizierte Christen, Kommunisten und Sozialdemokraten kamen in Konzentrationslagern ums Leben, mussten sich verstecken oder ins Ausland fliehen. Überlebende waren meist bis ans Lebensende gezeichnet.

Mit einer Veranstaltung in Ahrbrück zeigte indes die Mittelahrinitiative „Gegen rechte Gewalt“ Flagge. Rund 70 Aktive gedachten des Pogroms, mahnten zum täglichen Einsatz für Demokratie.