Ehemalige Ahrtal-Kaserne

Gebäude muss abgerissen werden

Blick auf die ehemalige Ahrtal-Kaserne: Das Rechenzentrum (rechts) muss abgerissen werden.

BAD NEUENAHR. Die Ahrtal-Kaserne in Bad Neuenahr steht leer. Im ehemaligen Hochsicherheitstrakt des Rechenzentrums werden zurzeit die Leitungen durch IT-Experten zurückgebaut.

Dabei kam zutage, was Soldaten und zivile Mitarbeiter schon immer wussten. In dem Gebäude direkt an den Bahngleisen wurde im Gegensatz zu den anderen Komplexen aus Gründen der Abschirmung unter anderem Asbest verbaut.

Dieser macht der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) jetzt zu schaffen. Denn für eine Nachnutzug eignet sich dieser Komplex dadurch nicht. "Die BIMA weiß, dass das Gebäude abgerissen werden muss", erklärte am Montag Bürgermeister Guido Orthen vor der Ratssitzung. Auch in der Zusammenfassung der Bestandsanalyse der Kölner Experten Drees und Sommer, die dem Haupt- und Finanzausschuss der Stadt vorige Woche vorgelegt worden war, ist das Rechenzentrum für die künftige Nutzung ausgeklammert und ein Abriss als notwendig bezeichnet worden.

Ein erster Versuch der BIMA, die alte Kaserne auf der Expo Real in München zu vermarkten, hat keine Früchte getragen. "Wir gehen davon aus, dass wir im zweiten Quartel 2014 wissen, ob es eine weitere Nutzung durch den Bund oder Bundesorganisationen geben wird", sagte Guido Orthen zum aktuellen Stand der Konversion.

Sollte das nicht der Fall sein, könnten die Vorschläge von Drees und Sommer greifen. Diese sehen auch einen Abriss des alten Mensagebäudes und der Pförtnerei als wünschenswert an.

Die freiwerdenden Flächen könnten dann für die Ansiedlung von Handwerk und Kleingewerbe genutzt werden. Ein Ankauf durch die Stadt steht nicht in Rede. Weiter verwendet werden könnten hingegen die vier Türme, wo Dienstleiter in die Büros einziehen könnten.