Alfred Oppenhoff (84) ist tot

GA-Mitarbeiter "Oppi" liebte und lebte das Lokale

Alfred Oppenhoff verstarb mit 84 Jahren.

AHRWEILER. Der Ahrweiler Journalist Alfred Oppenhoff (Kürzel ao), der von allen Kollegen nur "Oppi" genannt wurde, ist tot. Von 1989 bis 2012 gehörte er auch zum Reporterteam der GA-Ahr-Redaktion. Nach langer schwerer Krankheit verstarb er am Dienstag im Alter von 84 Jahren.

Um ihn trauern seine Frau Hedwig, mit der er 43 Jahre verheiratet war, seine Tochter Regina mit Mann Robert, sein Sohn Thomas mit Frau Vanessa und Enkel Ben. Das Sterbeamt ist am Dienstag, 25. Februar, 18.30 Uhr, in Sankt Laurentius. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

"Oppi" wurde in Duisburg geboren und hat vom Schiffsjungen bis zum Disponenten viele Funktionen im größten Binnenhafen der Welt durchlaufen. Es war ein Urlaubsflirt mit Hetty, der den Schiffer an die Ahr brachte. So hieß seine Heimat seit 1978 Ahrweiler. Dort startete er seine zweite Laufbahn als Alleinredakteur der "Ahrweiler Nachrichten", deren Herausgeber der Heimatverein Alt Ahrweiler war.

Die Fusion zur Stadtzeitung 1989 bedeutete das Aus für den Angestellten Oppenhoff. So setzte er mit 60 Jahren auf die journalistische Freiheit: Wer ihn beauftragte, der wurde prompt beliefert. Längst war er mit und in der Rotweinmetropole so verwurzelt, dass er überall seine Nase drin hatte, viele Kollegen auf sein Wissen zurückgreifen durften. Wenn Daten für Jubiläen gebraucht wurden, "Oppi" war zur Stelle. Zu Hause führte er das so ziemlich größte Privatarchiv im Kreis.

Sein Markenzeichen war der Leder-Schriftblock und die Stoppuhr für langatmige Politikerreden. Bei ihm saß immer der Schalk im Nacken, Hilfsbereitschaft, aber auch eine gehörige Portion Süffisanz zeichneten ihn aus. Er gehörte dem Leutnantsglied der Bürgerschützen an, trug aber als einziger im uniformierten Corps aus Überzeugung keine Uniform, sondern einen schwarzen Anzug. "Einmal im Leben musste ich Uniform tragen. Das werde ich nie wieder tun", hatte er argumentiert. Das akzeptierten die Schützenbrüder, die ihn, wie alle Ahrweiler, schmerzlich vermissen werden.