Kinder im Zirkusfieber

Ferienprojekt in Bad Neuenahr bildet Clowns und Akrobaten aus

BAD NEUENAHR. Die Offene Kinder- und Jugendarbeit (Okuja) der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler hat in den Ferien Clowns und Akrobaten ausgebildet. Für 50 Jungs und Mädchen wurde der Traum wahr, einmal als Artist, Clown oder Fakir vor großem Publikum aufzutreten.

„Wir gehen nicht in den Zirkus, wir machen selber Zirkus.“ Das war das Thema der beiden letzten Wochen der Sommerferien bei der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (Okuja) der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Für 50 Jungs und Mädchen wurde dabei der Traum wahr, einmal Artist, Clown oder Fakir zu sein und vor großem Publikum auftreten zu können. Dieses stellten überwiegend die Eltern und so war die Abschlussveranstaltung in der Sporthalle der Grundschule in Bad Neuenahr auch fast ausverkauft. Dort hieß es dann „Manege frei“ für ein tolles Programm. Mit der Zirkusvorstellung der jungen Teilnehmer endete die zweiwöchige Zirkusfreizeit der Okuja in den Sommerferien, es war zugleich der Abschluss des Aktionsprogramms „Ferienalarm 2018“, das die Stadt in Kooperation mit weiteren städtischen Einrichtungen und Partnern anbot.

Fünf bis elf Jahre alt waren die 50 kleinen Künstlerinnen und Künstler, die Eltern, Opas, Omas, Verwandten und Freunden zeigten, was sie in den beiden Wochen gelernt und in den Räumen des nahen Mehrgenerationenhauses und der Grundschule eingeübt hatten. Zirkuslehrer für die Kinder war dabei Ingo Scharnbacher vom Spielezirkus Bonn-Rhein/Sieg. Der Sportlehrer und Zirkuspädagoge zeigte den Kindern, wie sie sich geschickt in Clowns, Fakire, Akrobaten, Seiltänzer oder Hochradartisten verwandeln konnten. Da staunten die Besucher der Abschlussvorstellung nicht schlecht über die Zirkusnummern, die die kleine Frieda und der Tobias dem Publikum ansagten.

Im Publikum wurde gelacht, geklatscht und mitgezittert, als die kleinen Tiger, Löwen und Bären auf dem Drahtseil tanzten, als sie sich gegenseitig die Diabolos zuspielten oder Teller, Mützen und Pfannkuchen an langen Stangen jonglierten. Und wenn mal etwas nicht so gut klappte, gab es aufmunternden Beifall. Die Kids spazierten derweil als Fakire über Nagelbretter oder bauten Menschenpyramiden. „Lampenfieber, einmal ein Star sein, das Erlernte präsentieren und Applaus bekommen, das sind alles Erfahrungen, die für eine bleibende Erinnerung sorgen und das Selbstbewusstsein der Kinder nachhaltig stärken“, so Sara Wessel.

Die Leiterin der Okuja machte deutlich: „Projekttage im Zirkus fördern die Kreativität und den Gemeinschaftssinn.“ Das gilt aber nicht nur für die jungen Artisten und Clowns, sondern auch für die, die mit ihnen die Zirkusnummern einstudierten. Ein Dutzend Jugendliche standen den Fachkräften Sara Wessel, Annette Gies und Melissa Bach zur Seite. Für sie hatte bereits in den Osterferien die Ausbildung zu Gruppenleitern stattgefunden. Die zwölf gehören zu einem großen Helferteam von mehr als 50 Jugendlichen. „Ohne deren ehrenamtliches Engagement wären die Vielzahl und Vielfalt unserer Ferienaktionen so überhaupt nicht möglich“, so Sara Wessel.

Gefördert wurden die Ferienaktionen von Kreis und Land, jedes Kind musste pro Tag zehn Euro zusteuern. Wo das nicht möglich war, halfen Kreis und Stadt unkonventionell mit den entsprechenden Förderprogrammen. Kein Kind, das dabei sein wollte, blieb außen vor. Und so stehen auch für die Herbstferien wieder Aktionen an. Die Ferienalarm-Broschüre liegt im Bürgerbüro und im Mehrgenerationenhaus aus. Im Internet sind die Informationen unter bad-neuenahr-ahrweiler.de/okuja zu finden.