Klimaschutz-Workshop

Es fehlte der Zulauf

KREISSTADT. So richtig angekommen ist die Energiewende auf kommunaler Ebene noch nicht. Dies war beim Workshop "Bürgerschaftliches Engagement - Nächste Schritte zum Integrierten Klimaschutzkonzept" im Bad Neuenahr-Ahrweiler Rathaus spürbar.

Nur wenige Bürger fanden sich ein, um daran mitzuwirken, wie die Kreisstadt einen "nachhaltigen Beitrag" zur Senkung klimaschädlicher Emissionen leisten kann. Gerne möchte die Stadt ein Klimaschutzkonzept erstellen. Dabei sollen die Bürger tunlichst mitwirken.

Das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement will die Stadt und ihre Bürger dabei begleiten.

 Das vom Bundesumweltministerium geförderte Institut sieht seine Aufgabe darin, Stoff- und Energieströme auf regionaler und betrieblicher Ebene zu analysieren, Optimierungspotenziale zu erkennen und Umsetzung zu initiieren. Das Ziel ist hierbei die Erhöhung der Wertschöpfung bei sinkenden Umweltbelastungen.

"Die Erarbeitung eines solchen Konzeptes stellt eine gewisse Herausforderung dar", befand Erster Beigeordneter Detlev Koch.

Dabei gibt es starken Handlungsbedarf. Der durchschnittliche Anteil der erneuerbaren Energien beträgt in Bad Neuenahr-Ahrweiler beim Stromverbrauch gerade zwei Prozent (Bundesdurchschnitt: 20,3 Prozent). Beim Wärmeverbrauch ist es gar lediglich ein Prozent (Bundesdurchschnitt: elf Prozent). Auch rechnete das Institut vor, wie der gesamte jährliche Energieverbrauch in der Kreisstadt zu beziffern ist: 775.000 Megawattstunden.

In der Rathaus-Diskussionsrunde wurde moniert, dass die Bürger durch unzureichende Öffentlichkeitsarbeit zu wenig für das Thema sensibilisiert seien. "Die Energiewende ist noch nicht in allen Köpfen drin", hieß es.

So sei es beispielsweise völlig unverständlich, dass etwa Hausbesitzer nicht alle Möglichkeiten der energetischen Sanierung nutzten.