Bauprojekte für Bad Neuenahr-Ahrweiler

Erste Pläne fürs neue Hallenbad

So stellen sich nach den bisherigen Planungen Lage und Raumnutzung des neuen Hallenbades dar. Links ist schwarz umrandet der bisherige Hallenbadbereich nebst Umkleiden zu sehen, der nach Fertigstellung des Neubaus abgerissen werden soll. Die Freibadbecken bleiben erhalten.

So stellen sich nach den bisherigen Planungen Lage und Raumnutzung des neuen Hallenbades dar. Links ist schwarz umrandet der bisherige Hallenbadbereich nebst Umkleiden zu sehen, der nach Fertigstellung des Neubaus abgerissen werden soll. Die Freibadbecken bleiben erhalten.

Kreisstadt. Nicht nur über das 11,6-Millionen-Projekt eines neuen Hallenbades, auch über das Integrative Wohnquartier an der Schützenstraße berät die Politik. Bürgerinformationen sind für Mittwoch geplant.

Zwei Großprojekte in der Kreisstadt werfen ihre Schatten voraus. Zum einen der Neubau des Hallenbades im hinteren Bereich des bisherigen Twin und zum anderen ein integratives und inklusives Wohnprojekt für Menschen mit Behinderung an der Schützenstraße neben Sankt Pius. Beide waren am Montag Beratungsgegenstand in den zuständigen Ausschüssen.

Beim Hallenbadneubau ging es im Kern um die erstellte Vorplanung, die am Mittwoch auch Gegenstand von Informationsveranstaltungen in der Grundschule Bad Neuenahr sein wird: ab 17.30 Uhr für Kinder und Jugendliche, ab 19 Uhr für Erwachsene. Erst nach dieser Einwohnerbeteiligung will der Stadtrat am 27. März die weiteren Weichen stellen. Insgesamt ist für das neue Hallenbad nach den Worten von Bürgermeister Guido Orthen inklusive Abrisskosten des alten Hallenbades ein Finanzvolumen von 11,6 Millionen Euro notwendig. Die Refinanzierung soll durch den Verkauf städtischer Grundstücke erfolgen (der GA berichtete). Zunächst soll jedoch der Rat die Architekten auf den Weg schicken. Im Sommer sind Zuschussgespräche mit Mainz vorgesehen, auch soll dann die Diskussion über die Refinanzierung in Gang gebracht werden.

Klappt alles reibungslos, sieht Orthen einen „Baubeginn im Herbst 2018 als sportlich, aber nicht unrealistisch“ an. Wenn die ersten konkreten Pläne vorlägen, könnten auch die Nachbarkommunen mit der Frage einer möglichen Beteiligung an dem Projekt angegangen werden, so Orthen in der gemeinsamen Sitzung von Haupt- und Finanz- sowie Sportausschuss. Das zweite Projekt an der Schützenstraße ist bereits im Konzept der Stadt für die Landesgartenschau 2022 enthalten. Dieses soll gemeinsam mit Investor Kay Andresen und der Lebenshilfe gestemmt werden.

Laut Plan sollen in dem neuen Gebäude direkt neben der Pius-Kirche im Untergeschoss drei neue Gruppen für den Pius-Kindergarten entstehen. Zudem ist dort eine Begegnungsstätte der Lebenshilfe sowie eine physiotherapeutische Einrichtung vorgesehen. Im ersten Obergeschoss sollen Räume für Wohngemeinschaften für Menschen mit Behinderung und Appartements für Betreuungskräfte entstehen, im zweiten und dritten Obergeschoss Eineinhalb- bis Zwei-Zimmer-Appartements in unterschiedlichen Größen, die auch für Senioren oder Auszubildende bereitstehen könnten. Vorteil für die Menschen mit Behinderung: Die Caritas-Werkstätten an der Christine-Demmer-Straße sind fußläufig zu erreichen.

Der städtische Beitrag für das Projekt würde nach Abzug des Grundstückserlöses von 630.000 Euro und voraussichtlichen Landes- und Kreiszuschüssen in Höhe von 579 000 Euro noch 262 000 Euro betragen. Das Investitionsvolumen bezifferte der Investor mit sechs Millionen Euro. „Für die Stadt ist das Projekt insbesondere deshalb von hohem Interesse, weil ein ohnehin notwendiger Betreuungsplatzausbau im Rahmen der Erweiterung der benachbarten Kindertagesstätte Sankt Pius um drei Gruppen in unmittelbarem Anschluss an die bestehende Einrichtung umgesetzt werden kann“, sagte Orthen in der gemeinsamen Sitzung von Haupt- und Finanz- sowie Sozialausschuss. Entsprechende Zustimmungen von Kreis- und Landesjugendamt sowie der Kita gGmbH Koblenz, die ab 2018 die Trägerschaft von der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Pius übernimmt, liegen bereits vor.